Suchen

3D-Druck

Protolabs führt Multi-Jet-Fusion von HP ein

| Redakteur: Lilli Bähr

Protolabs erweitert seinen 3D-Druckservice um die Multi-Jet-Fusion-Technologie von HP. Das Verfahren soll in gleichmäßigeren Werkstoffeigenschaften (Isotropie) und höherer Druckgeschwindigkeit resultieren.

Firmen zum Thema

Der Dienstleister Protolabs bietet jetzt auch das Multi-Jet-Fusion-Verfahren von HP an.
Der Dienstleister Protolabs bietet jetzt auch das Multi-Jet-Fusion-Verfahren von HP an.
(Bild: D.Quitter/konstruktionspraxis)

Protolabs, Anbieter von Express-Fertigungsservices, gibt die Ergänzung seiner 3D-Druck-Servicepalette um Multi-Jet-Fusion bekannt. Dieses produktionsorientierte 3D-Druck-Verfahren, das von HP entwickelt wurde, soll die schnellere und präzisere Fertigung vollständig funktionsfähiger Kunststoff-Prototypen und -teile mit gleichmäßigen mechanischen Eigenschaften erlauben.

Bei der Technologie von HP werden durch ein Düsen-Array ein wärmeleitendes und ein wärmehemmendes Mittel in ein Nylon-Pulverbett eingespritzt. Eine Hitzequelle bewirkt die Verschmelzung zu einer festen Schicht. Der Ansatz dieses Verfahrens zur Pulverbindung soll in gleichmäßigeren Werkstoffeigenschaften (Isotropie), höherer Druckgeschwindigkeit und letztendlich niedrigeren Kosten im Vergleich zu anderen pulverbasierten 3D-Druckverfahren resultieren.

„Wir haben Multi-Jet-Fusion im Jahr 2017 in den USA pilotiert. Somit konnten wir verifizieren, dass diese Technologie Vorteile wie gleichmäßige mechanische Teileeigenschaften und verbesserte Oberflächenqualität gut miteinander verbindet. Dank des so gewonnenen Vertrauens in das Verfahren freuen wir uns darauf, unsere Möglichkeiten zur Unterstützung der Projektanforderungen unserer europäischen Kunden mit dieser neuen Technologie zu erweitern“, kommentiert Daniel Cohn, Geschäftsführer der Proto Labs-Standorte in Deutschland.

Das Unternehmen bietet Kunden nun vier industrielle 3D-Druckverfahren an, mit denen Kunststoff-, Metall- und Elastomer Komponenten oft innerhalb eines Tages produziert werden können. Die neue Technologie wird laut Unternhemen für funktionsfähige Prototypen, Vorrichtungen, serienfertige Teile und Komponenten verwendet, bei denen es auf Festigkeit und Temperaturbeständigkeit ankommt.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45373975)