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Verbrennungsmotor Praxistest am Polarkreis für neue Deutz-Motoren

| Redakteur: Stefanie Michel

Nach interner Validierung der neuen Motoren testet Deutz deren Einsatz in Erdbewegungsmaschinen unter härtesten Bedingungen: in Nordschweden finden Feldtests unter realistischen Einsatzbedingungen bei Temperaturen unter -20 °C statt.

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Deutz testet seine neuen Motoren TCD 6.1 L6 und TCD 7.8 L6 (Bild) an einem der kältesten Orte Nord-Europas. Bild: Deutz
Deutz testet seine neuen Motoren TCD 6.1 L6 und TCD 7.8 L6 (Bild) an einem der kältesten Orte Nord-Europas. Bild: Deutz
( Archiv: Vogel Business Media )

Auch die neuen Tier 4 interim Motoren von Deutz sollen herausragende Motorleistung und eine schnelle und hohe Maschinenverfügbarkeit selbst unter härtesten äußeren Bedingungen gewährleisten. Deshalb werden die neuen Motoren und Technologien neben einer internen Validierung mit mehreren Dutzend Prototypen und vielen Stunden Prüffelderfahrung einem harten Feldtestprogramm unterzogen. Seit 2009 laufen mehr als 50 Felderprobungsträger der neuen Technologiegeneration in Kundengeräten diverser Baumaschinen- und Industrieanwendungen. Sie haben bislang 30 000 Stunden unter härtesten Einsatzbedingungen absolviert. Jeden Monat kommen weitere Geräte und mehrere tausend Stunden wertvolle Felderfahrung hinzu, bevor Deutz Ende dieses Jahres mit der Serienfertigung der Motoren TCD 6.1 und TCD 7.8 startet.

Trotz eiskalter Temperaturen hervorragende Kaltstarteigenschaften

Die Feldtests finden in Kiruna (Schweden), einem der kältesten Plätze in Nord-Europa, unter härtesten klimatischen Bedingungen statt. Ein Deutz Team nahm die Testläufe auf und beurteilte die Leistungsfähigkeit großer Erdbewegungsmaschinen unter Einsatz der neuen Motoren TCD 6.1 L6 und TCD 7.8 L6 bei realistischen Einsatzbedingungen. Nach Optimierung der Vorheizzeit und der Kraftstoffeinspritzung bewiesen die neuen Motoren bei Temperaturen von -22 bis -25 °C hervorragende Kaltstarteigenschaften bei besonders ruhigem Motorlauf bei eiskalter Maschine. Die vielversprechenden Ergebnisse dieser ersten Tests wurden weiteren Kältekammer-Versuchen in Köln zugrunde gelegt. Bei Temperaturen bis zu -30 °C wurde durch die Modifizierung der Vor- und Nachheizung sowie der Einspritzzeiten die Aufwärmphase optimiert.

Im Rahmen der Feldtests konnten bei allen Motortypen deutliche Verbesserungen der Motorperformance gegenüber der vorherigen Motorengeneration festgestellt werden. Insbesondere die Reaktionszeiten der Motoren bei dynamischen Laständerungen wurden um bis zu 50 Prozent verkürzt. Im konkreten Feldtesteinsatz der Baumaschinen führte dies zu einer deutlich höheren Geräteproduktivität. Zusätzlich konnte im Rahmen der Feldtests eine Kraftstoffverbrauchsreduktion von bis zu 5 Prozent unter realen Feldbedingungen bestätigt werden.

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