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Pneumatikzylinder Präzise Bewegungsabläufe für die Montage

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

In den automatisierten Montageanlagen für modulare Lenkbaukästen großer Automobilhersteller bewegen pneumatische Linearantriebe von Parker Hannifin die Werkstückträgerpaletten im Zuführ- und Rückführkreislauf und verfahren diese vertikal zu ihrer vorgegeben Werkstück-Entnahmeposition.

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Für die Zu- und Rückführung werden die Werkstückträgerpaletten über den kolbenstangenlosen Pneumatikzylinder Origa OSP-P verfahren. Dabei ist die Führung nicht am Zylinder selbst angebaut, sondern extern auf dem Maschinenbett längs des Zylinders.
Für die Zu- und Rückführung werden die Werkstückträgerpaletten über den kolbenstangenlosen Pneumatikzylinder Origa OSP-P verfahren. Dabei ist die Führung nicht am Zylinder selbst angebaut, sondern extern auf dem Maschinenbett längs des Zylinders.
(Bild: Parker Hannifin)

Die Anlagen des Lauchheimer Montagespezialisten Kiener basieren meist auf einem Werkstückträgertransfersystem mit freiem Umlauf. Für die Montage der bei PKWs und Nutzfahrzeugen eingesetzten modularen Lenkbaukästen werden die zu montierenden Kontaktleisten auf einer Werkstückträgerpalette liegend über ein Riementransportsystem der Anlage zugeführt.

Linearantriebe erfüllen zwei Aufgaben

Zur Entnahme der Montageteile verfährt der pneumatische Linearantrieb ORIGA OSP-P von Parker Hannifin die Palette vertikal in den Bereich einer Pick-and-Place-Einheit, die die Montageteile mit einem werkstückspezifischen Handhabungssystem jeweils einzeln aus der Palette greift, anhebt und in die Aufnahme eines Rundschalttisches legt. Nach einer 90 °-Drehung des Rundschalttisches kommt ein zweites Pick-and-Place-System zum Einsatz. Dieses entnimmt die Montageteile aus dem Rundschalttisch und befördert sie zur nachfolgenden Montagestation – dort werden zunächst die korrekte Lage und Maßhaltigkeit der Montageteile geprüft. Erst dann erfolgt die eigentliche Montage, die neben dem typischen Füge- und Verschraubungsprozess weitere werkstückspezifische Prüfaufgaben beinhaltet – etwa die Montagekontrolle, eine Dichtheitsprüfung sowie elektromechanische Funktionsprüfungen. Sobald alle Montageteile aus einer Palette entnommen sind, wird diese mithilfe eines weiteren pneumatischen Linearantriebs ORIGA OSP-P aus der Zuführ- und Entnahmespur horizontal zur Rückführspur verfahren. Um die dabei wirkenden Massen und Momente sicher aufzunehmen, kommt eine externe Führung zum Einsatz. Diese ist nicht auf dem Linearantrieb aufgebaut, sondern an dessen Längsseite auf dem Maschinenbett. Die starre Verbindung zwischen Führung und Mitnehmer des Linearantriebs gewährleistet eine sichere Kraftübertragung.

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