Zahnriemen Polyurethan-Zahnriemen für "heiße Fälle"
Um Solarzellen zu beschichten, werden über 110 °C heiße Glasplatten zu Bearbeitungsstationen hin und abtransportiert. Für die Transportzahnriemen ist dies eine Herausforderung. Mit Mulco-Partner Breco konnte das Unternehmen Roth & Rau jedoch eine Lösung finden, die sich auch im Dauertest bewährte.
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Der Boom der Solarindustrie hat sich auch durch die weltweite Wirtschaftskrise nicht entscheidend bremsen lassen. Das Unternehmen Roth & Rau aus Hohenstein-Ernstthal ist mit seinen Konzepten und Anlagen nicht nur dabei, sondern in vorderster Front. Im Bereich moderner Antriebssysteme mit Polyurethan-Zahnriemen setzt Roth & Rau auch auf die Produkte sowie die anwendungstechnische Kompetenz der Mulco-Gruppe.
Es war 1990, als sich drei junge Physiker der Technischen Universität Chemnitz ein kleines Unternehmen für den Bau von Anlagen zur Oberflächenbearbeitung für Industrie und Forschung gründeten: das Ehepaar Dietmar und Silvia Roth und ihr Kollege Bernd Rau. Niemand ahnte, dass sich Roth & Rau zu einem weltweit führenden Technologieunternehmen in der Entwicklung und Fertigung von Plasmaprozesssystemen für die Photovoltaikindustrie entwickeln würde.
Beschichtungstechniken für Solarzellen, Diffusions- und Firing-Öfen sowie Komponenten des Waferhandlings ergänzen heute das Roth & Rau-Portfolio ebenso wie Softwarelösungen für moderne Produktionskontroll- und -managementsysteme, sowie Technologiesupport und umfangreiche Serviceangebote. Über 1000 Mitarbeiter und ein aktueller Konzernumsatz von rund 200 Millionen Euro sprechen eine deutliche Sprache. Mit einem weltweiten Marktanteil von etwa 60 Prozent bei Antireflexbeschichtungsanlagen für kristalline Silizium-Solarzellen ist das Unternehmen mit dem Markennamen SiNA Marktführer.
Im Bereich der Polyurethan-Zahnriemenantriebe arbeiten die Mulco-Partner Breco Antriebstechnik und die Schkeuditzer Niederlassung der Wilhelm Herm. Müller als Vertriebs- und Beratungsunternehmen seit 2008 eng mit Roth & Rau zusammen. Mit Brecoflex-Polyurethan-Zahnriemen konnten im Zuge der Zusammenarbeit neue Maßstäbe im Bereich der Transportzahnriemen gesetzt werden.
Hohe Temperaturen setzten den Zahnriemen in der Beschichtungsanlage zu
Die Erfolgsgeschichte wird wahrscheinlich so sonnig weitergehen, wie die Solartechnologie insgesamt eine unser aller Leben bestimmende Zukunft haben wird. "Da spielen eigentlich Transportzahnriemen in unseren Beschichtungsanlagen der Solartechnologie eine scheinbar nur kleine Rolle" Dipl.-Ing. André Schmidt, der das Unternehmen bei W.H. Müller betreut. "Aber wir haben die Tücken im Detail anfangs unterschätzt".
In den Beschichtungsanlagen übernehmen Zahnriemen den Transport von durchschnittlich über 110 °C heißen Glasplatten von und zu den einzelnen Bearbeitungsstationen, den "Modulen". Wichtigste Kriterien sind dabei Prozesssicherheit, Temperatur- und Abriebfestigkeit sowie hervorragende Notlaufeigenschaften.
Zunehmend machten aber die mit dem Fluorelastomer Viton beschichteten Transportzahnriemen, auf denen die zu bearbeitenden Glasscheiben transportiert werden, Probleme. Der geringe Umlenkdurchmesser der Zahnscheiben und die hohe Temperatur der Glasscheiben von über 110 °C im Dauerbetrieb sorgten nach einer gewissen Laufzeit für Brüchigkeiten und starken Abrieb der dunklen Beschichtung. Dieser feine Staub setzte sich auf den Glasscheiben ab und behinderte erheblich die Produktion.
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