Noppenriemen Polyurethan-Noppenriemen im Windkanal-Einsatz
Auf die WM-Stadien wirken Windlasten und Schwingungen ein, die in Modellen im Windkanal vorab berechnet werden. Mulco zeigt, warum dort Wacker Ingenieure Polyurethan-Noppenriemen von ContiTech im Antrieb eines hochpräzisen Drehtischs einsetzt.
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20.30 Uhr MEZ. 11. Juli 2010. Johannesburg / Südafrika. Vollbesetztes Soccer City Stadium. Der Pfiff des Schiedsrichters zum Beginn des Endspiels der 19. FIFA-Fußballweltmeisterschaft in Südafrika ertönt. Die berühmt-berüchtigten Vuvuzelas (für Südafrikas Stadien typische Tröt-Instrumente) beginnen ihren ohrenbetäubenden Lärm.
Rund 8500 Kilometer entfernt im württembergischen Birkenfeld sitzen die Mitarbeiter von Wacker Ingenieure Wind Engineering Consultants GmbH vor dem Fernsehen und lehnen sich entspannt zurück. Was sie Jahre zuvor auf Windlasten, Schwingungen, Windkomfort und Raumluftströmungen in ihren Windkanälen in wochenlangen Versuchsanordnungen errechneten, hat dann in der Praxis seine Bewährungsprobe bestanden. Schließlich wurde hier im Windkanal am maßstabsgerechten Modell alles geprüft und optimiert, was an Wind, Schwingungen und damit statischen Auswirkungen auf das riesige Soccer City Stadion in Johannesburg überhaupt hätte zukommen können.
Noppenriemen treibt aufgelegte Scheibe an
Besonders interessiert werden auch Bernd Reinhard, verantwortlicher Aerodynamiker bei Wacker Ingenieure und „Herr über die Windkanäle und Modelle“ sowie Dipl.-Ing. René Preßler vom betreuenden Mulco-Partner Hilger u. Kern Antriebstechnik Spiel und Stadion verfolgen. Schließlich waren sie es, die in gemeinsamer enger Zusammenarbeit einem rund 3200 mm langen und 30 mm breiten Polyurethan-Noppenriemen „Conti Synchrodrive N10“ zur entscheidenden Rolle im Antrieb eines hochpräzisen Drehtisches im Endbereich eines Windkanals verhalfen.
„Absolute Hochpräzision“ nennt Bernd Reinhard die Kombination aus dem Noppenriemen Conti Synchrodrive N 10-PAN HF von ContiTech Antriebssysteme und der Noppenscheibe, die von einem Schrittschaltmotor angetrieben wird. Der auf einer Art horizontal auf Rollen frei beweglich gelagerten Kranz aus Stahl mit den Noppen nach außen aufgeklebte Riemen treibt eine aufgelegte Scheibe an. Sie ist Träger der zu untersuchenden Modelle – 360° drehbar und in 4000 Präzisionsschritten steuerbar.
Selbstführender Antrieb sorgt für nötige Präzision
Was hat Bernd Reinhard und René Preßler letztlich zu dieser Auslegung des Antriebes geführt? Benötigt wurde ein formschlüssiger und selbstführender Antrieb. Da die Noppen des Conti Synchrodrive N10 in beide Richtungen ein harmonisches Eingriffsverhalten haben, sind höchste Präzision und Synchronität gegeben. Außerdem musste der Aufbau in der Mitte offen sein, damit die von den Messpunkten im Modell durchgeführten Schläuche Platz haben.
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