Noppenriemen

Polyurethan-Noppenriemen im Windkanal-Einsatz

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Mit dem Conti Synchrodrive N 10 sei es möglich, die strömungsphysikalischen Untersuchungen in exakt definierten Schritten vorzunehmen und man erreiche präziseste Messdaten. „Die Noppen rollen auf der Noppenscheibe auf einem exakten Kreisbogen ab“, erläutert René Preßler. Die konstante Riemenspannung und hohe Leistungsfähigkeit wird garantiert durch die Fertigung aus abriebfestem und beständigem Polyurethan mit verstärkenden Stahlcordzugsträngen. Das System ist selbstführend und benötigt keine Bordscheiben.

Ohne Messungen im Windkanal keine vollendeten WM-Stadien

Bernd Reinhard beschreibt, wie die Versuchsreihen in den Windkanälen für die Messungen von Windlasten und Wind– oder Personeninduzierten Schwingungen vorbereitet werden: Für die Windkanalversuche werden beispielsweise hunderte von Messpunkten mit haarfeinen Röhrchen an definierten Positionen der Modelle über ein System von Schläuchen verbunden und die gewonnenen Daten über Wacker-eigene Softwareprogramme ausgewertet.

„Wind Engineering“ nennt sich, was Wacker Ingenieure weltweit bis auf einen einzigen Wettbewerber konkurrenzlos tun. Die Palette der Referenzen ist beeindruckend und reicht von Untersuchungen an Stadtprofilen und Hochhäusern über berühmte Gebäude bis zu den Stadien der Fußball-WM 2010 in Südafrika: New Durban Stadion, Port Elizabeth, Greenpoint Kapstadt und Soccer City Stadion Johannesburg mit Eröffnungs- und Finalspiel. „Ohne uns und unsere Untersuchungen“, so Bernd Reinhard nicht ohne Stolz, „hätte man den Bau aus Sicht der Statik nicht beginnen und vollenden können“.

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Mulco-Vertriebspartner wird früh in Entwicklung mit einbezogen

Drei Windkanäle für Grenzschichtuntersuchungen und Aeronautik und Windgeschwindigkeiten bis über 100 km/h stehen in der großen Halle zur Verfügung. Sie ermöglichen den Wind-Ingenieuren von Wacker alles zu untersuchen, was weltweit an Bauwerken, ganzen Stadtansichten oder Brücken Wind, Thermik und Dynamik ausgesetzt werden kann.

Wacker Ingenieure wird von Mulco-Vetriebspartner Hilger u. Kern betreut. „Wir legen sehr viel Wert auf das begleitende Engineering wie bei diesem Antriebsprojekt. Die intensive und frühe Einbindung in die konstruktive Idee ist uns sehr wichtig“, sagt Bernd Reinhard mit Blick auf die enge Zusammenarbeit.

Was hinter dem Anblick eines gigantischen, mit 80 000 begeisterten Fans besetzten Fußballstadions an bautechnischen und statischen Anforderungen und Aufwand steht, wird man ab Mitte Juni 2010 nur ahnen können. Die langwierige und exakte Arbeit der Wacker-Mitarbeiter war die Grundlage der Statik des Großbauwerkes. Bernd Reinhard vertraut ihnen. Mulmigen Gefühle? „Nein, nicht das Geringste“.

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