Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT 2025 Plattform-basierter Ansatz für zukunftssicheres Konstruieren

Von Jan Vollmuth 3 min Lesedauer

Mit dem Software-Tool Ansys Medini Analyze lassen sich Funktionale Sicherheit und Cybersecurity bereits in der Entwicklungsphase systematisch integrieren. Dieser plattformbasierte Ansatz steht im Mittelpunkt eines Vortrags auf dem Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT 2025 am 14. Oktober 2025 in Würzburg.

Moderne, modellbasierte Tools verknüpfen alle verfügbaren Informationen und schaffen so ein durchgängiges System, das hilft, den Überblick zu behalten.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Moderne, modellbasierte Tools verknüpfen alle verfügbaren Informationen und schaffen so ein durchgängiges System, das hilft, den Überblick zu behalten.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Cyber Resilience ist in Europa von entscheidender Bedeutung, da digitale Technologien zunehmend in kritischen Sektoren wie Energie, Finanzen, Gesundheit und Verkehr integriert werden. Die EU hat verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen zu stärken. Diese gilt es als Mindeststandard anzusehen und schnellstmöglich flächendeckend umzusetzen.

Unterstützung dabei bietet das leistungsstarken Software-Tool Cadfem Ansys Medini Analyze, mit dem im Maschinenbau und anderen Branchen Funktionale Sicherheit und Cybersecurity gleichzeitig und aus einem Kontext heraus abgebildet werden können.

Systematische Produktentwicklung

In Ihrem gemeinsamen Vortrag „Plattform-basierter Ansatz für eine systematische Produktentwicklung; was gilt es aufzubauen, wie in bestehende Prozesse integrieren?“ auf dem Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT 2025 beschreiben Dr. Jan Seyfarth von Cadfem und Dr. Christian Geiss von ClockworkX, wie diese Herausforderungen mit Ansys Medini Analyze effizient und unkompliziert gelöst werden können.

Die Vorteile einer solchen Plattform demonstrieren die beiden Referenten im nachfolgenden Praxis-Workshop „CE-Kennzeichnung meistern: Funktionale Sicherheit und Cybersecurity aus einem Guss“. Die Teilnehmer erfahren im Rahmen dieser Live-Demonstration unter anderem, wie ein modellbasiertes Tool wie Cadfem Medini die Arbeit erleichtert und von von der Systemarchitektur bis zur technischen Umsetzung alles in einem einzigen Modell darstellt.

Dr. Christian Geiss, Geschäftsführer der ClockworkX GmbH.(Bild:  ClockworkX)
Dr. Christian Geiss, Geschäftsführer der ClockworkX GmbH.
(Bild: ClockworkX)

Herr Geiss, Herr Seyfahrt, warum ist das Thema Ihres Vortrags für Konstrukteure und Entwickler relevant?

Konstrukteure und Entwickler stehen vor einer entscheidenden Herausforderung: Neue EU-Gesetze wie die Maschinenverordnung (MVO) und der Cyber Resilience Act (CRA) machen ab 2027 sichere und cybersichere Produktentwicklung zur Pflicht für den EU-Marktzugang. Ein plattformbasierter Ansatz mit Ansys Medini Analyze ermöglicht es, Funktionale Sicherheit und Cybersecurity bereits in der Entwicklungsphase systematisch zu integrieren – anstatt nachträglich kostspielige Compliance-Probleme zu lösen. Ohne CRA-Konformität droht der Verlust des EU-Marktzugangs für vernetzte Produkte. Das macht eine systematische, toolgestützte Herangehensweise unerlässlich.

Dr. Jan Seyfarth, Business Development Manager, Cadfem GmbH.(Bild:  Cadfem)
Dr. Jan Seyfarth, Business Development Manager, Cadfem GmbH.
(Bild: Cadfem)

Was sind die wichtigsten Aspekte Ihres Vortrags?

Der Vortrag fokussiert auf den 3-Stufen-Enablement-Ansatz: Von externer Abhängigkeit über Tools & Coaching bis zur vollständigen internen Expertise. Zentral ist die Nutzung von Ansys Medini als qualifiziertes Tool für IEC 61508, ISO 26262 und IEC 62443, das Funktionale Sicherheit und Cybersecurity in einem konsistenten Workflow abbildet. Praktische Integration in bestehende Entwicklungsprozesse, Aufbau interner Kompetenzen und die strategische Partnerschaft mit clockworkX (TV Austria Gruppe) für Zertifizierungsexpertise werden ebenso behandelt wie realistische Zeithorizonte für die Umsetzung bis zu den gesetzlichen Deadlines 2027.

Was lernen die Teilnehmer durch Ihren Vortrag?

Teilnehmer erhalten konkrete Handlungsempfehlungen für den Aufbau einer systematischen Safe-Secure-by-Design-Entwicklung. Sie lernen kennen, wie Medini als Plattform End-to-End-Traceability, automatisierte Konsistenzprüfungen und Wiederverwertung von Sicherheitswissen ermöglicht. Praktische Einblicke in Prozessintegration, Lifecycle-Management und die Vermeidung von Dokumentations-Chaos werden vermittelt. Konkrete Roadmap-Planung für MVO- und CRA-Compliance sowie die Transformation von externer Abhängigkeit zu interner Expertise runden das Lernpaket ab. Das Ziel: 50% Aufwandsreduktion in Sicherheitsprozessen bei gleichzeitiger Compliance-Sicherheit.

Zukunftssicher konstruieren mit MVO und CRA

Konstruktionsleiter-Forum Spotlight

Die Maschinenverordnung (MVO) und der Cyber Resilience Act (CRA) stellen Hersteller und Betreiber von Maschinen und Anlagen sowie Zulieferer von Komponenten und Systemen vor große Herausforderungen. Während die MVO ab 2027 EU-weit rechtsverbindlich wird, tritt die von der CRA geforderte Meldepflicht bestehender Sicherheitslücken und Cyber-Attacken bei vernetzten Komponenten und Systemen schon 2026 in Kraft. Grund genug für Unternehmen, sich frühzeitig auf die erforderlichen und umfangreichen Maßnahmen vorzubereiten.
Das Konstruktionsleiter-Forum SPOTLIGHT , das am 14. Oktober 2025 in Würzburg stattfindet, schärft das Bewusstsein für die Anforderungen sowie deren Konsequenzen, die auf Unternehmen zukommen und zeigt auf, wie sie ihre Entwicklungsabteilungen und Prozesse in Zukunft aufstellen müssen.

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