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Planeten statt Kugeln übernehmen den Wälzkontakt
Sowohl die Spindel als auch die Mutter haben ein mehrgängiges identisches Profil mit einem Flankenwinkel von 90°. Die Planeten haben an beiden Enden Zapfen, die in den Bohrungen der Führungsscheiben gelagert sind. Die verzahnten Enden der Planeten greifen in die innenverzahnten Zahnkränze der Mutter ein. Das Gewinde der Planeten ist eingängig und hat ballige Flanken, die schlupffrei in der Mutter abwälzen. Diese Führungsscheiben verhindern das Eindringen von grobem Schmutz in die Mutter.
Planetengewindetriebe gibt es in zwei Ausführungen: mit Spiel oder spielfrei. Die kostengünstigeren Ausführungen mit Spiel reichen für viele Anwendungen aus, bei denen zwar die Erzeugung großer Kräfte im Vordergrund steht, es aber nicht so sehr auf Wiederholgenauigkeit ankommt.
Die wertigeren, spielfreien Ausführungen arbeiten mit hoher Genauigkeit.
Bei allen Planetengewindetrieben sorgt eine Dichtung – im Idealfall eine Vollkontaktdichtung im Gegensatz zu einer Spaltdichtung – dafür, dass der Schmierstoff weitgehend im Inneren bleibt– je besser die Dichtung, desto effizienter die Schmierung.
Aufgrund der hohen Tragzahlen kann die Baugröße sinken
Dass Planetengewindetriebe so große Tragzahlen erreichen, liegt an der Anzahl der tragenden Kontaktflächen, die im Gegensatz zu Kugelgewindetrieben deutlich höher ist. Um bei Kugelgewindetrieben ähnliche Tragzahlen zu erreichen, muss der Durchmesser von Spindel, Kugeln und Mutter überproportional wachsen, wodurch sich auch das zu überwindende Trägheitsmoment erhöht. Der Durchmesser von Planetengewindetrieben ist im Vergleich dazu etwa ein Drittel kleiner bei vergleichbaren Tragzahlen. Gegenüber einem Kugelgewindetrieb mit dem Durchmesser 80 mm hat ein Planetengewindetrieb derselben Leistungsklasse nur einen Durchmesser von 48 mm – das sind ca. 40% weniger.
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