Additive Fertigung Physikalische Vorschau des Druckergebnisses erzeugen

Quelle: Fraunhofer IGD 2 min Lesedauer

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Das Fraunhofer IGD hat seine Software Cuttlefish mit dem neuen Modul Cuttlefish ::Proof weiterentwickelt. Damit ist erstmals eine physikalisch akkurate Vorschau des Druckergebnisses möglich. Die Software präsentiert das Institut auf der Formnext 2025.

Links: Rendering mit Cuttlefish::Proof, rechts: physischer 3D-Druck – Das neue Plugin der 3D-Drucksoftware Cuttlefish simuliert Farbe, Transluzenz und Materialeffekte originalgetreu – für maximale Drucksicherheit und Effizienz.(Bild:  Fraunhofer IGD)
Links: Rendering mit Cuttlefish::Proof, rechts: physischer 3D-Druck – Das neue Plugin der 3D-Drucksoftware Cuttlefish simuliert Farbe, Transluzenz und Materialeffekte originalgetreu – für maximale Drucksicherheit und Effizienz.
(Bild: Fraunhofer IGD)

Mit dem neuen Plugin Cuttlefish::Proof für Cuttlefish stellt das Fraunhofer IGD eine wegweisende Innovation im grafischen 3D-Druck vor. Das Tool rendert direkt auf den aus dem 3D-Druckertreiber Cuttlefish geslicten Materialverteilungen und ermöglicht dadurch eine genaue Simulation von Farbe und Transluzenz. Darüber hinaus lassen sich auch Effekte wie Displacement Mapping, boolsche Operationen und potenzielle Voxelisierungsfehler visualisieren. Auch die Erscheinung der 3D-Drucke unter unterschiedlichen Lichtarten und Beleuchtungsverhältnissen werden simuliert. „Damit lassen sich Fehldrucke vermeiden, die sonst durch falsche Parameter oder fehlerhafte Datenaufbereitung entstehen. Nutzer sehen vorab, wie das gedruckte Bauteil tatsächlich aussehen wird, und können Anpassungen treffen, bevor Zeit und Material in die Produktion fließen“, erklärt Dr. Philipp Urban, Abteilungsleiter „3D-Druck-Technologie“ am Fraunhofer IGD. Cuttlefish::Proof wird erstmals bestehenden Kunden auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

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Das Buch "Additive Fertigung" beschreibt Grundlagen und praxisorientierte Methoden für den Einsatz der additiven Fertigung in der Industrie und unterstützt Konstrukteure und Entwickler dabei, additive Verfahren erfolgreich in ihren Unternehmen zu implementieren.

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Biomimetische Zahnprothetik via Multi-Material-3D-Druck

Mit einem biomimetischen 3D-Druck-Workflow demonstriert das Fraunhofer IGD, wie monolithische Zahnprothesen mit natürlich wirkender Ästhetik hergestellt werden können. Der Ansatz nutzt den Multi-Material-Jetting-Prozess, um monolithische Dentures mit innerer optischer Struktur natürlicher Zähne nachzubilden. Dabei werden Schichten aus Schmelz, Dentin und Zahnwurzel digital in jedes Zahnmodell eingebettet. Ein KI-Modell berechnet für jede dieser Schichten die passenden Materialmischungen, um vorgegebene Farbtöne und Transluzenzen zu reproduzieren.

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Zahntechniker können so die Transluzenz einzelner Schichten gezielt anpassen, um die Ästhetik zu verfeinern, ohne die Farbe zu verändern. Mit diesem Verfahren lassen sich Zähne fertigen, die dem natürlichen Erscheinungsbild sehr nahekommen und Farbgenauigkeiten innerhalb in der Dentalindustrie akzeptierter Grenzen erreichen (CIEDE2000 < 1,5). Zudem können die Produktionskosten im Vergleich zu herkömmlichen Herstellungsverfahren um bis zu 75 Prozent gesenkt werden. Der gesamte Prozess ist kompatibel mit gängiger dentalen CAD-Software und nutzt Cuttlefish fürs Slicing.

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