Kupplungen Permanentmagnetische Synchronkupplungen machen Dichtungen überflüssig

Redakteur: Stefanie Michel

Die Gerwah-Magnetkupplungen der Ringfeder Gruppe übertragen Drehmomente mit Hilfe von Magnetkräften. Damit arbeiten sie verschleißfrei und berührungslos, so dass sie auch für den Einsatz in hygienisch sensiblen Bereichen sowie für starke Säuren und Basen geeignet sind.

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Magnetkupplungen können Sie stets dann einsetzen, wenn Achsvibrationen nicht übertragen werden sollen, eine Trennwand nicht durchbohrt werden darf oder wenn verschleißfreier Überlastschutz gewährleistet werden soll.

Je nach verwendetem Funktionsprinzip und Bauweise wird zwischen Synchron- und Hysteresekupplung unterschieden, die jeweils als Stirnkupplung (axiale Magnetscheiben) oder Rotorkupplung (ineinander liegende Innen- und Außenrotoren) lieferbar sind.

Synchronkupplung als verschleißfreie Sicherheitskupplung

Die permanentmagnetischen Synchronkupplungen von Gerwah übertragen das Drehmoment durch die Kraftkopplung von Permanentmagneten berührungslos. Die Kraft wird berührungslos über eine definierte Distanz zwischen den Magnetpaaren übertragen und durchdringt dabei alles Nicht-Magnetische. Unter anderem lassen sich die Kupplungen in der Pumpen- und Vakuumtechnik einsetzen, bei der die Kraft durch eine Trennwand übertragen werden kann. Dadurch werden Dichtungen überflüssig.

Beim Überschreiten des Betriebsdrehmoments reißt die Kraftkopplung ab und die Kupplung dient als verschleißfreie Sicherheitskupplung. Im Gegensatz zu mechanischen Sicherheitskupplungen haben Drehzahl und Ausrastdauer keinen Einfluss auf Funktion und Lebensdauer. Die Gerwah-Synchronkupplungen sind für Drehmomente bis zu 1000 Nm verfügbar und eignen sich besonders für Anwendungen in Verpackungsmaschinen oder Schredderanlagen im Bereich der Abfallentsorgung.

Hysterese-Kupplungen nach Überlast sofort wieder betriebsbereit

Bei den verschleißfreien Hysterese-Kupplungen sorgt das Hysteresematerial dafür, dass beim Überschreiten des gewählten Drehmoments, dieses nicht abreißt, sondern weiterhin konstant und gleitend anliegt. Der Antrieb kann weiter drehen ohne Beschädigungen zu verursachen – das Nenndrehmoment wird weiter übertragen. Nach Beseitigung der Überlast ist die Kupplung sofort wieder betriebsbereit, so dass ein Anschalten bzw. eine Abfrage des Antriebes nicht erforderlich ist.

Dieser Kupplungstyp lässt sich vor allem in Verschließanlagen im Bereich der Getränke-, Medizintechnik-, Waschmittel- und Kosmetikindustrie oder zum Verschrauben von Flaschendeckeln einsetzen. Dabei werden die Deckel bis zu dem Punkt zugedreht, an dem das maximale Drehmoment überschritten wird. In diesem Moment begrenzt die Kupplung das Drehmoment, bis der Vorgang beendet ist und der Schraubkopf zur nächsten Flasche wechselt. Darüber hinaus eignet sich Hysteresekupplung unter konstanter Spannung als Wickelbremse beim Aufrollen von Garnen und Fasern in Textilmaschinen oder als Softbremse in der Fördertechnik.

Da durch den verschleißfreien Betrieb kein Abrieb entsteht, können Sie Hysteresekupplungen auch in hygienischen und aseptischen Bereichen einsetzen.

Sowohl die Synchronkupplungen als auch die Hysteresekupplungen können – je nach Kundenwunsch und Problemstellung - in individuellen Varianten gefertigt werden. Dank ihrer Wartungsfreiheit sowie ihrer Eignung zur Blindmontage sind die Magnetkupplungen an Stellen einsetzbar, die nur schwer oder gar nicht zu erreichen sind. Sie können Wellen verbinden, die über eine herkömmliche Kupplung nicht zu verbinden sind, beispielsweise bei Produktionsanlagen im Reinraum.

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