Entwicklung Patentanmeldungen bei erneuerbaren Energien gehen zurück

Quelle: Pressemitteilung

Innovationen sind der Motor der Industrie. Deutschland ist in vielen Bereichen im Patent-Ranking vorn, doch bei erneuerbaren Energien stagniert der Erfindergeist.

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Bei Patentanmeldungen mit Wirkung in Deutschland rund um erneuerbare Energien gehen die Zahlen zurück. In der Solartechnik haben sich deutsche Unternehmen von den Spitzenplätzen komplett verabschiedet.
Bei Patentanmeldungen mit Wirkung in Deutschland rund um erneuerbare Energien gehen die Zahlen zurück. In der Solartechnik haben sich deutsche Unternehmen von den Spitzenplätzen komplett verabschiedet.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Deutsche Unternehmen haben bei klimafreundlichen Technologien auf ihrem Heimatmarkt eine führende Stellung. Wie das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) mitteilt, hat vor allem die Innovationstätigkeit bei Elektromobilität und alternativen Energieträgern in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Bei den Innovationen im Bereich der alternativen Energieträgern stagniere die Entwicklung jedoch seit Jahren und liege mittlerweile deutlich unter dem Wert von 2012. Die Daten sind laut eigenen Angaben Teil einer Analyse, die das DPMA anlässlich seiner Fachkonferenz DPMA Nutzerforum 2022 im März durchgeführt hat.

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Das DPMA hebt besonders die Zahl der Erfindungen bei der Batterietechnologie hervor. Im vergangenen Jahr veröffentlichten DPMA und das Europäische Patentamt (EPA) hier 3.374 Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland und damit 110,6 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Gleichzeitig gab es 920 Veröffentlichungen zu Brennstoffzellen – ein Plus von 36,3 Prozent im Vergleich zu 2012, heißt es weiter. Für Elektroantriebe wurden 684 Patentanmeldungen im vergangenen Jahr veröffentlicht, 50 Prozent mehr als vor zehn Jahren, jedoch 4,9 Prozent weniger als im Vorjahr.

Minus 51,1 Prozent bei erneuerbaren Energien

Deutlich gesunken ist das Anmeldeniveau bei den erneuerbaren Energien. Wurden 2012 noch 2.246 Patentanmeldungen auf dem Gebiet veröffentlicht, so waren es 2021 nur noch 1.099, ein Minus von 51,1 Prozent. Besonders der Rückgang in der Solartechnik falle mit einem Minus von 62,3 Prozent stark ins Gewicht. Gründe dafür könnten laut dem DPMA die schlechteren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sein.

Bei den sogenannten E-Fuels entwickelten sich die Anmeldungen laut DPMA über die vergangenen Jahre deutlich ansteigend, die Zahl der Veröffentlichungen ist aber mit 59 im Jahr 2021 noch gering. Die Anmeldezahlen zu Verbrennungsmotoren an sich seien dagegen seit 2016 stark rückläufig.

Chinesische Unternehmen auf dem Vormarsch

Die Hälfte aller im vergangenen Jahr veröffentlichten Patentanmeldungen zu Brennstoffzellen (49,7 Prozent) und zum E-Antrieb (50,7 Prozent) kommen aus Deutschland, so das DPMA. Die Veröffentlichungen aus China im Bereich Batterien 2021 haben im Vergleich mit dem Vorjahr jedoch mit 59,3 Prozent stark zugenommen. Im Hersteller-Ranking liegt bei der Batterietechnologie die Bayerische Motoren Werke AG (BMW) als einziges deutsches Unternehmen und einziger Automobilhersteller unter den Top fünf auf Rang vier. Sonst finden sich dort laut DPMA nur asiatische Hersteller. Bei Brennstoffzellen führen die Robert Bosch GmbH und die Audi AG die Liste an. Bei E-Antrieben sind in den Top fünf nur deutsche Unternehmen vertreten. Hier liegt Audi auf Platz eins vor Bosch. Es folgen BMW, die Volkswagen AG und die Daimler AG. Bei der Solartechnik wurden Unternehmen aus Deutschland von den Spitzenplätzen komplett verdrängt.

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