Berechnen, Simulieren, Visualisieren Optimierung und detaillierte Dimensionierung der Rissumlenkung

Autor / Redakteur: C. Mattheck, K. Bethge, I. Tesari, C. Wissner, R. Kappel, O. Kraft / Karl-Ullrich Höltkemeier

Die hier vorgestellte Vorgehensweise kann Risse effektiv stoppen. Ihre Grenzen, insbesondere die minimale Länge des Aikido-Risses, sind uns noch unbekannt. Die Kerbspannungen können durch Kombination der Kerbe mit „Aikido-Rissen“ nach außen transportiert und dort durch Formoptimierung entschärft werden. Die Optimierung und detaillierte Dimensionierung der Rissumlenkung soll auf unserem nächsten Seminar zur Bauteiloptimierung am 21.10.2008 vorgestellt werden.

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Es ist eine alte Technik, Ermüdungsrisswachstum durch Wegbohren der Rissspitze zu verzögern. Hier wird eine Idee von Prof. Mattheck verifiziert, die Risse durch Umlenkung in eine Druckzone laufen lässt. Zusammengedrückte Rissspitzen sind harmlos und die Umlenkungskontur wird durch Formoptimierung praktisch kerbspannungsfrei gemacht.

Die Vorgehensweise wird mit der Methode der Schubvierecke und der Zugdreiecke hergeleitet. Die Darstellung erfolgt in selbsterklärenden Abbildungen.

Bild 1:

Weggebohrte Risse haben an der Bohrung noch Kerbspannungen von denen neue Risse starten können. Aufgeschweißte Zugbrücken setzen die Rissspitze unter Druck, müssen aber optimierte Anbindungen haben, sonst können sie abreißen.