Serienfertigung Nordex investiert 50 Mio. Euro in Kerntechnologie Rotorblatt

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Das Unternehmen will in den kommenden Jahren massiv in die Serienfertigung von großdimensionierten Rotorblättern investieren – 25 Mio. Euro in neue Werkzeuge und einen Hallenneubau in Rostock.

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Nordex N117-2400 Turbine auf 141-m-Turm
Nordex N117-2400 Turbine auf 141-m-Turm
(Bild: Schmaeing/Nordex)

„Der Rotor ist der Motor“, stellt Nordex-CEO Dr. Jürgen Zeschky klar, um die strategische Bedeutung der Kerntechnologie ´Rotorblatt´ zu unterstreichen. Im vergangenen Jahr konnte Nordex auch wegen der starken Nachfrage für seine hocheffizienten Turbinen mit überdurchschnittlich großen Rotoren um rund 33 % wachsen. Diesen Erfolg will der Hersteller sichern und wird deshalb in den nächsten Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in die Serienfertigung von modernen, großdimensionierten Rotorblättern investieren.

80 % der Turbinen gehen ins Ausland

Diese Investition betrifft zunächst den Ausbau und die Modernisierung des eigenen Werks in Rostock. Zudem fließt die andere Hälfte der Mittel in eine langfristig angelegte „Built-to-Print-Strategie“ mit internationalen Partnern, um die Kostenvorteile ihrer internationalen Fertigungsstrukturen zu nutzen. Denn gut 80 % der Turbinen, die Nordex für seine Kunden errichtet, gehen außerhalb von Deutschland ans Netz.

„Wir werden unser Rotorblattwerk in Rostock zur ´Leadfactory´ ausbauen“, so Zeschky weiter. In seinem Rostocker Werk konzentriert sich Nordex zukünftig auf die Fertigung der modernsten und größten Rotorblätter. In den nächsten Jahren werden das die Blatttypen NR58.5 und NR65.5 für die Turbinen N131/3000, N117/3000 und N117/2400 sein. Beim erwartet steigenden Absatz will Nordex die Fertigungsstückzahl im eigenen Werk erhöhen. Gleichzeitig hält Nordex am Prinzip fest, nur knapp ein Drittel des Bedarfs im Haus zu fertigen.

Geplante neue Fertigungshalle von Nordex in Rostock
Geplante neue Fertigungshalle von Nordex in Rostock
(Bild: Nordex)

Größere Rotorblätter – größere Halle

Die größeren Dimensionen der Produkte und Werkzeuge (Formen) machen den Umbau der bestehenden Produktionshallen notwendig. Zudem errichtet Nordex eine völlig neue Halle für die Endbearbeitung der Rotorblätter. Die damit verbundene räumliche Trennung des Rohbaus von der Endbearbeitung macht aufwendige Fertigungsschritte in Kabinen überflüssig und hat Vorteile bei der Qualitätssicherung.

In Summe wird Nordex bis 2016 rund 50 Mio. Euro in die Umsetzung seiner Blattstrategie investieren. Allein in Rostock plant das Unternehmen Aufwendungen in Höhe von etwa 25 Mio.Euro für neue und zusätzliche Großwerkzeuge („Formen“) sowie für den Hallenneubau. (br)

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