Nieten Nietmutter verdrängt Schweißverfahren

Redakteur: Juliana Schulze

Arnold & Shinjo hat mit den HR Nietmuttern eine neue Generation in der Verbindungstechnik geschaffen. Sie gelten als Alternative zur geschweißten Variante und bewähren sich vor allem bei Blechdicken bis 4,5 Millimeter.

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Der Automobilbau zählt zu den zentralen Schlüsselindustrien in Deutschland und zeichnet sich durch hohe Produktivität und Innovationsdichte aus. In den vergangenen Jahren wurde der Karosserieleichtbau unter Umweltschutzaspekten verstärkt beachtet. Um das Gewicht zu reduzieren wurden an den Karosserien nicht nur glasfaserverstärkte Kohlenstoffe eingesetzt, sondern auch höher- und hochfeste Stähle verwendet.

Clinchen und Nieten verdrängen traditionelles Widerstandsschweißen

Mit der HR Nietmutter reagiert Arnold & Shinjo, ein Unternehmen der weltweit agierenden Würth-Gruppe, auf die neuen Anforderungen, die speziell die Automobilindustrie an die Verarbeitung der Halbzeuge stellt. Neue Werkstoffe, Materialkombinationen und vorbeschichtete Bleche werden im Karosserieleichtbau verstärkt eingesetzt. Damit geraten automatisch die Fügetechniken in den Fokus von Konstrukteuren und Produzenten. Vor allem die mechanischen Fügeverfahren wie Clinchen und Nieten profitieren in diesem Fall von ihren Vorteilen gegenüber dem traditionellen Schweißen. Bei der Verarbeitung entstehen keine umweltbelastenden Gase oder Geräusche. Das Material versprödet nicht und nacharbeitsintensive Schweißspritzer entfallen ebenfalls. Auch das zusätzliche Verzinken der Verbindungsstelle gehört bei den mechanischen Fügeverfahren der Vergangenheit an. Die HR Nietmuttern von Arnold & Shinjo erfordern - anders als der Schweißprozess - keinen zusätzlichen Arbeitsgang. Das Unternehmen hat die Prozesskosten beim Einsatz der HR Nietmutter mit dem Widerstandsschweißen verglichen. Das Ergebnis: Die Prozesskosten konnten durchschnittlich um 30 Prozent gesenkt werden.

Eine Mutter reicht für alle Bleche bis 2,5 Millimeter aus

Die neuen HR Nietmuttern sind speziell auf die sichere Verbindung mit Blechstärken von 0,4 bis 4,5 Millimetern ausgelegt. Dabei ist eine Mutter für alle Bleche bis 2,5 Millimeter ausreichend. Damit können Kosten nachhaltig gespart werden. Die neue Produktlinie weist eine hochwertige Materialgüte auf, die die Festigkeitsklassen 8 und 10 erfüllt. So können entsprechende Blechstärken und -qualitäten verarbeitet werden. Hohe Auszugskräfte verhindern ein sicherheitsrelevantes Ausbrechen des Verbindungselementes. Gleichzeitig wurde die extreme Verdrehsicherheit unabhängig von der Blechfestigkeit dem Anforderungsprofil höherer Blechstärken angepasst.

Teil 2: Rüstzeiten minimieren sich deutlich

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