Energieführung

Neuheiten rund um die Energiekette von Igus

| Redakteur: Sandra Häuslein

Das Lokchain-Prinzip: Automatisch ausfahrbare Bolzen (blau) halten die Energiekette fest in der Führungsrinne. Klappt das Kettenglied in den Radius, so fährt der Bolzen automatisch ein (grün) und gibt die Kette frei.
Das Lokchain-Prinzip: Automatisch ausfahrbare Bolzen (blau) halten die Energiekette fest in der Führungsrinne. Klappt das Kettenglied in den Radius, so fährt der Bolzen automatisch ein (grün) und gibt die Kette frei. (Bilder: Igus)

Mit dynamischen Bolzen ermöglicht Igus neue E-Ketten-Lösungen bei stehenden, hängenden oder Kreisanwendungen. Zudem bietet das Unternehmen neue Services rund um die Energieführung.

Neue Maschinenkonzepte erfordern oftmals kreative und auch komplett neue Lösungsansätze. Komponenten- und Systemhersteller sind daher gefordert, möglichst flexible und neue Produkte auf den Markt zu bringen, die Entwickler dabei unterstützen und neue Maschinenkonzepte ermöglichen.

Energieführung über Kopf

Igus bietet beispielsweise mit der Lokchain ein neues Energieführungssystem, das hängend, liegend, stehend, über Kopf oder in vertikalen Kreisanwendungen zum Einsatz kommen kann. Möglich machen das automatisch ausfahrbare Verriegelungsbolzen. Sie sind in die Seitenteile der Energiekette integriert und halten diese fest in der zum System gehörenden Führungsrinne. Klappt das Kettenglied in den Radius, fährt der Bolzen automatisch ein und gibt die Kette aus der Führung frei. Wenn das Kettenglied dann aus dem Radius tritt und wieder auf die Rinne trifft, fährt der Bolzen erneut aus und hakt sich selbstständig wieder in die Schiene ein. Dieser selbstverriegelnde Mechanismus erspart Anwendern dem Hersteller zufolge aufwendige Führungsrinnen.

Im Dauertestversuch konnte Igus dem System eine besonders hohe Lebensdauer nachweisen, denn während des Tests traten kaum Abrieb und Verschleiß auf. Eine prädestinierte Anwendung für das Kettensystem wäre laut Igus beispielsweise ein C-Bogen-Röntgengerät – aufgrund der vertikalen Kreisbewegung. Allerdings befindet sich die Energiekette derzeit noch in der Prototypenphase. Dies bietet Kunden auch die Möglichkeit, Größe und Design mitzugestalten. Bei Igus wünscht man sich jedenfalls individuelle Kundenanfragen, um das System vom Prototypen zu Klein- und Großserien weiterentwickeln zu können.

Energieketten mit QR-Code

Neben solchen Neuentwicklungen treibt Igus auch die Digitalisierung seiner Produkte weiter voran. So stattet das Unternehmen seine Energieketten nun mit einem QR-Code aus. Der konkrete Nutzen für den Anwender: schnellere Information, Montage und Ersatzteilbeschaffung über das Internet.

Genauer: Zum Abrufen des Codes benötigt der Techniker die Kamera eines Smartphones oder Tablet-PCs, die den Pixelcode via App scannt, der auf Öffnungsstegen und Außenlaschen der Energiekette angebracht ist. Anschließend gelangt der Nutzer zu einer Webseite, auf der Igus Informationen zum Produkt bereitstellt. Dazu zählen Fotos und Videos, die den Techniker durch die Montage führen sollen. Wichtige Montageschritte werden in Zeitlupe dargestellt. Diese multimediale Darstellung soll die Erstmontage vereinfachen.

Zudem soll sich die Ersatzteilbeschaffung so schneller und einfacher bewältigen lassen. Illustrationen auf der Webseite unterstützen den Anwender dabei, den Aufbau der Artikelnummer zu verstehen und so die Bauteile schnell zu erkennen. Im Online-Shop können dann Bestellungen aufgegeben werden.

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Roboter-Energieführung online finden

Über diesen Online-Shop finden Anwender Energieführungslösungen für unterschiedliche Anwendungen. Wer noch nicht bei der Ersatzteilbeschaffung angelangt ist, sondern zunächst eine Energiekette für seine spezielle Anwendung sucht, findet auf der Webseite des Herstellers zahlreiche Online-Tools, die bei der Konfiguration der Produkte unterstützen. Insgesamt stellt Igus seinen Kunden 33 verschiedene Tools zur Verfügung. Neu ist ein Roboterausstattungskonfigurator, der hilft, Energieführungs- und zuführungssysteme für Roboteranwendungen zu finden. Basis ist die Triflex-R-Energiekette. Das Tool berücksichtigt dabei 400 auf dem Markt erhältliche Robotermodelle.

Der Nutzer wählt den Roboterhersteller, anschließend entscheidet er sich für Typ und Modell sowie die Achsen, die er ausstatten möchte. Daraufhin erscheinen Visualisierungen von Roboter und Beiteilen des Energieführungssystems. Im nächsten Schritt kann dann ein Rückzugssystem, das die E-Kette auf Zugspannung hält, gewählt werden. Dieses vermeidet Schlaufenbildung und schützt vor Beschädigungen. Im Anschluss konfiguriert der Anwender die E-Kette sowie deren Baugröße. Optional können Protektoren und Kettenglieder hinzugefügt werden. Der Konfigurator erstellt dann eine Liste mit allen Bauteilen des Energieführungssystems. Zudem erhält der Anwender Dateien zu CAD-Modellen der Komponenten sowie einen PDF-Bericht der Konfiguration.

Alle drei Neuheiten rund um die Energieführung haben eines gemeinsam: Mit Flexibilität und einfacher Handhabung sollen sie den Anwendern die tägliche Arbeit erleichtern.

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