Pitchsysteme Neue Trends bei der Entwicklung von Pitchsystemen

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Im Bereich elektrischer Pitchsysteme für Windkraftanlagen hat sich die SSB Wind Systems nicht nur als Pionier einen Namen gemacht, sondern gehört hier zu den weltweit führenden Unternehmen. Ein Garant für den Erfolg des Unternehmens ist die eigene F&E-Abteilung. Für junge Ingenieure eine ideale Gelegenheit, im Mutterland der Windenergie die Karriere zu beginnen, zumal der Innovationsmotor auf Hochtouren läuft.

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Einen großen Schritt zur Integration diverser Funktionen und Komponenten hat SSB Wind Systems mit der Entwicklung des MPC-Umrichters (Multi Pitch Controller) vollzogen. (Bilder: SSB)
Einen großen Schritt zur Integration diverser Funktionen und Komponenten hat SSB Wind Systems mit der Entwicklung des MPC-Umrichters (Multi Pitch Controller) vollzogen. (Bilder: SSB)

Deutschland ist nach wie vor Wegweiser, wenn es um die Entwicklung von neuen Technologien für die Windkraft geht. Im Bereich elektrischer Pitchsysteme für Windkraftanlagen hat sich die SSB Wind Systems nicht nur als Pionier einen Namen gemacht, sondern gehört hier zu den weltweit führenden Unternehmen. Ein Garant für den Erfolg des Unternehmens ist die eigene F&E-Abteilung.

Hauptbremssystem erfordert extrem hohe Zuverlässigkeit

Bereits vor mehr als 20 Jahren entwickelte SSB Wind Systems das erste elektrische Pitchsystem für Windkraftanlagen (WKA) und hat sich bis dato mit mehr als 17.500 weltweit verkauften Systemen zu einem der Weltmarktführer in diesem Segment etabliert.

„In modernen WKA ist das Pitchsystem das Hauptbremssystem. Ein zuverlässiges System muss also dafür sorgen, dass die Rotorblätter jederzeit in Fahnenposition verstellt werden können, ganz gleich, in welchem Betriebszustand sich eine Anlage befindet.

Pitchsysteme haben weiterhin einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Leistung und damit den Ertrag einer Anlage. Fehlerhafte Blatteinstellwinkel können zu erhöhten Betriebslasten führen und sich somit negativ auf die Lebensdauer einer Anlage und deren Energieertrag auswirken“, erklärt Dipl.-Ing. Helmut Reinke, Director Engineering von SSB Wind Systems und betont: „Da die Industrie immer leistungsfähigere Anlagen entwickelt, steigen die Anforderungen an Pitchsysteme und damit auch unsere Herausforderungen.“

Eine Einschätzung die Bennet Sandrock nur bestätigen kann. Der Diplomingenieur kam Ende 2009 zu SSB Wind Systems.

Wunsch nach Standardisierung und Modularisierung wächst

Bennet Sandrock begleitet mit einem Team an Ingenieuren die gesamte Entwicklung von elektrischen Pitchsystemen, angefangen bei der Anfrage von Kundenseite, über die Auslegung und dem Bau der Prototypensysteme bis hin zu umfangreichen Tests sowie die Kundenabnahme: „Bisher gleicht kein Pitchsystem dem anderen, da alle Systeme ganz spezifisch auf die jeweiligen Anlagen ausgelegt sind, in der sie später eingebaut werden. Wir arbeiten derzeit daran, die Komponenten in einem Pitchsystem zu standardisieren und zu modularisieren.

Das hat den Vorteil, dass wir die Produktionszeiten und -kosten für einzelne Komponenten reduzieren können, damit unsere Systeme dem Markt schneller und kostengünstiger zur Verfügung stehen. Außerdem lassen sich einzelne Module bei einem Defekt schneller austauschen, ohne den gesamten Schaltschrank auswechseln zu müssen. So reduzieren wir zusätzlich unerwünschte Stillstandzeiten der Anlagen, die auf eine Lebenszeit von 20 Jahren ausgelegt sind.“ (Mehr Infos nach dem Seitenwechsel)

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