Motion Control Neue PLCopen Motion Control-Bibliothek vereinfacht Programmierung

Redakteur: Ute Drescher

Die auf CoDeSys basierende Programmiersoftware PS501 für die SPS-Plattform AC500 von ABB bietet jetzt die Bibliothek PS551-MC mit Bausteinen für Motion Control-Funktionen. Damit können diese für den Maschinenbau wichtigen Funktionen einfach, schnell und damit extrem wirtschaftlich programmiert werden.

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Mithilfe der neuen PLCopen Motion Control-Bibliothek für die SPS AC500 können Motion Control-Funktionen einfach, schnell und extrem wirtschaftlich programmiert werden. (Bild: ABB)
Mithilfe der neuen PLCopen Motion Control-Bibliothek für die SPS AC500 können Motion Control-Funktionen einfach, schnell und extrem wirtschaftlich programmiert werden. (Bild: ABB)

Zusammen mit den ABB-Frequenzumrichtern ABB Machinery Drive ACSM1, ABB Industrial Drive ACS800 und ABB General Machinery Drive ACS355 lassen sich mit der neuen Bibliothek PS551-MC sowohl zentrale als auch dezentrale Motion Control-Applikationen verwirklichen. Die Kommunikation zwischen den Antrieben und der Steuerung erfolgt dabei über Profibus DP.

Die implementierten Systemfunktionen beruhen auf dem PLCopen Standard. Die PLCopen Organisation entwickelt herstellerunabhängige Standards, die an den globalen Standard IEC 61131-3 für industrielle Programmierung angelehnt sind.

Anwenderfreundliche Faceplates auf Basis der integrierten Visualisierung bieten online die erforderliche Transparenz bezüglich des Zusammenspiels zwischen Antrieb und Steuerung.

Der integrierte Standard und die darauf basierenden Gesamtlösungen von ABB reduzieren die Komplexität in der Programmierung. Durch die Nutzung einheitlicher Funktionsbausteine für alle Motion-Funktionen können Anwender-Applikationen schneller umgesetzt werden. Die Programme werden transparenter, können leichter wiederverwendet werden und führen zu einer erhöhten Softwarequalität, die Einfluss auf eine höhere Verfügbarkeit der Maschine hat.

Je nach Maschinen-Anforderung kann der Anwender zwischen zwei Motion Control-Systemkonzepten auswählen: Im ersten Fall sitzt der Motion Controller im Antrieb. Dabei sendet die Steuerung an den Antrieb die Sollwerte und dieser muss selber die Positionskontrolle durchführen und die Rückmeldungen vom Motor verarbeiten. Als Funktionsbausteine sind hier antriebsspezifische Funktionsbausteine für die Kommunikation und antriebsunabhängige Bausteine für Motion Control und die Visualisierung in der Motion Control Library hinterlegt.

Im zweiten Fall sitzt der Motion Controller in der speicherprogrammierbaren Steuerung. In diesem Fall benötigt die SPS digitale und analoge Daten sowohl für die Motorrückmeldungen als auch die Positionierungsinformationen. Die SPS verarbeitet dann die Signale und gibt die Geschwindigkeitsbefehle an den Antrieb. In diesem Fall sind in der AC500 Control Library-Funktionsblöcke für die Antriebsteuerung und antriebsunabhängige Bausteine für die Motion Control und die Visualisierung notwendig.

Als Motion Controller kann jede CPU aus der AC500-Familie genutzt werden und neu auch die Kleinsteuerung AC500-eCo. Hier erfolgt die Kommunikation kostengünstig über MODBUS RTU. (ud)

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