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Stahl Neue MnCr-Werkstoffe für den Leichtbau

| Redakteur: Dorothee Quitter

Die Mangan(Mn)-Chrom(Cr)-Werkstoffgruppe der Forta H-Güten von Outokumpu erschließt durch ihr vollaustenitisches Gefüge mit einem speziellen Verfestigungsmechanismus neue Leichtbaupotenziale und damit eine CO2-Emissionsreduzierung.

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Bei Chassis Komponenten spielen neben einer hohen Formbarkeit des Materials bei gleichzeitig hoher Festigkeit die Fügbarkeit und Korrosionsbeständigkeit eine erhebliche Rolle.
Bei Chassis Komponenten spielen neben einer hohen Formbarkeit des Materials bei gleichzeitig hoher Festigkeit die Fügbarkeit und Korrosionsbeständigkeit eine erhebliche Rolle.
(Bild: Outokumpu)

Anhand ihrer Streckgrenzen lassen sich die Forta H-Güten in die Varianten Forta H500, Forta H800 und Forta H1000 unterteilen. Neben dem direkten Leichtbau durch die Darstellbarkeit teils komplexer Bauteile mit erheblicher Steifigkeit bei gleichzeitiger Blechdickenreduktion kann durch das hohe Energieabsorptionspotential der H-Serie auch indirekter Leichtbau durch die Ausdünnung benachbarter Komponenten betrieben werden. Bei bis zu 50 Prozent weniger Gewicht gegenüber dem Einsatz von Tiefziehstählen erhöhen die Forta H-Güten die Fahrzeugsicherheit durch den ausgeprägten TWIP-Verfestigungsmechanismus (TWIP: Twinning Induced Plasticity; Verfestigung durch Zwillingsbildung). Über die Zwillingsbildung härten vermeintliche Schwachstellen im Bauteil wie Schweißbereiche im Crashfall so auf, dass sie die mechanischen Werte des Grundmaterials erreichen. So sind die Forta H-Güten auf Zugfestigkeitswerte von bis zu 2000 MPa verfestigbar. Dabei baut das Material sehr viel Crashenergie ab. Typische Anwendungen im Fahrzeug sind crashrelevante Strukturbauteile wie B-Säule, Crashbox, Tunnel oder auch Sitzquerrohre. Aber auch anspruchsvolle, blechdickenreduzierte Umformbauteile und Bauteilintegration sind möglich, wie etwa Radhäuser oder integrative Sitzbauschalen. (qui)

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