Gelenklager, Wellenenergie Neue Lager-Einheiten macht kommerzielle Nutzung der Wellenenergie möglich
Bei der Entwicklung einer neuen Generation von Wellenkraft-Konvertern konnte das schottische Unternehmen Pelamis Wave Power einen entscheidenden Durchbruch erzielen: Mit Hilfe der der Schaeffler Gruppe wurde ein neues Gelenk-Konzept entwickelt, mit dem die Lager effektiver arbeiten und einfacher gewartet werden können.
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Möglich wurde dieser Fortschritt durch erweiterte Leistungsgrenzen bei Lagerungen und Dichtungen sowie durch das kreative Querdenken der beiden Kooperationspartner, deren gemeinsames Ziel es ist, einen langfristigen Beitrag zu erneuerbaren, sauberen Energien zu leisten.
Die im neuen P2-Modell verbauten Lager und Dichtungen leisten einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Wellenkraft-Konverters. Die einzelnen Stahlrohrsegmente werden durch Lagereinheiten miteinander verbunden, die aus einer Kombination verschiedener Lager von INA und FAG bestehen. Jedes der Hauptgelenke weist vier beweglich gelagerte hydraulische Kolben auf. Mike Woods, leitender Ingenieur und Leiter Lagerungen bei Pelamis, erklärt: "Die größte Schwierigkeit für uns war es schon immer, die Belastungen und Bewegungen in dieser unruhigen und sich ständig verändernden Umgebung in den Griff zu bekommen und gleichzeitig so viel Leistung wie möglich aus der Anlage herauszuholen. An jeder dieser Gelenkverbindungen greifen Kräfte von bis zu mehreren hundert Tonnen an. Für die Lager kann das ein großes Problem sein, da sie die Rückstellkräfte aus den Gelenken aufnehmen müssen."
Für P2-Modell des Wellenkraft-Konverters war neue Lagerungskonstruktion nötig
Bei dem ersten Wellenenergie-Konverter P1 handelte es sich noch um eine vergleichsweise einfache Konstruktion mit separaten Scharniergelenken. Diese Lösung hatte zwar den Vorteil, dass zwischen den einzelnen Segmenten wertvoller Arbeitsraum vorhanden war, doch es mussten auch hohe Belastungen aufgenommen werden und den bei der P2-Konstruktion auftretenden kombinierten Bewegungen wäre eine solche Scharnierverbindung nicht gewachsen gewesen. Darüber hinaus war die Reibung in den verwendeten Lagern selbst relativ hoch, was die Energieeffizienz des Systems ungünstig beeinflusste.
Teil 2: Was eine neue Lagerungskonstruktion bewirken konnte
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