Mensch-Roboter-Kollaboration Neue ISO-Norm für die Messung von Kollisionskräften an Cobots

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Robotikexperten am Fraunhofer IFF haben in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern eine neue ISO-Norm entwickelt, die aufzeigt, wie Kontaktkräfte und -drücke an Cobots zukünftig standardisiert gemessen werden.

 Mensch-Roboter-Kollaboration: Seit Ende 2023 leigt eine neue ISO-Norm für die Messung von Kollisionskräften an Cobots vor.(Bild:  Universal Robots / Petri Saarelainen)
Mensch-Roboter-Kollaboration: Seit Ende 2023 leigt eine neue ISO-Norm für die Messung von Kollisionskräften an Cobots vor.
(Bild: Universal Robots / Petri Saarelainen)

Cobots machen manuelle Arbeit weniger mühsam und interessanter – und helfen produzierenden Unternehmen dabei, ihre Standorte langfristig zu sichern. Allerdings stellen diese Roboter in punkto Sicherheit höhere Anforderungen an das Wissen der Nutzer, da Mensch und Cobot hier unmittelbar zusammenarbeiten.

In dem EU-Forschungsprojekt COVR wurde daher eine digitale Anlaufstelle entwickelt, die Unternehmen dabei hilft, Wissen zu teilen und Cobot-Applikationen abzusichern. Mit den Projektergebnissen haben die Wissenschaftler am Fraunhofer IFF zusammen mit internationalen Experten seit September 2020 einen neuen Standard für das Messen von Kontaktkräften und -drücken an Cobots entwickelt, die durch „Leistungs- und Kraftbegrenzung“ (nach ISO/TS 15066, Einhaltung von biomechanischen Grenzwerten) abgesichert sind. Daraus entstanden ist die ISO-Norm ISO/PAS 5672:2023, die Ende letzten Jahres veröffentlicht wurde. Dieses normative Dokument kombiniert neueste Kenntnisse aus der Wissenschaft und Messpraxis, durch die die messtechnische Überprüfung von Cobots erleichtert wird.

Entstanden ist die neue Norm in der Arbeitsgruppe „ISO/TC 299 WG 8: Validierungsmethoden für kollaborative Anwendungen“. Unter Leitung von Dr. Roland Behrens (Gruppenleiter Modellbasierte MRK-Integration und Sicherheit am Fraunhofer IFF) ist die Arbeitsgruppe der Frage nachgegangen, wie sich unterschiedliche Regelungen in den ISO-Mitgliedstaaten vereinheitlichen und durch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse vorteilhaft ergänzen lassen. Nur so war es möglich, eine einheitliche und konsensbasierte Prüfpraxis für zukünftige Cobot-Applikationen zu spezifizieren. „Die ursprünglichen Regelungen auf nationaler Ebene hatte diese Frage nicht ausreichend abgedeckt und viele Punkte waren noch offen oder teilweise widersprüchlich. Hier konnten wir mit den Projektergebnissen aus dem COVR-Projekt ideal ansetzen,“ erklärt Behrens die Ausgangssituation.

„Wir sind gespannt zu sehen, welche Auswirkungen diese Norm auf die Welt der Robotik und die Sicherheit in der Mensch-Roboter-Kollaboration haben wird. Ich kann aber jetzt schon verraten, dass das nächste ISO-Projekt die Prüfabnahme von Cobots nochmal deutlicher vereinfachen wird,“ sagt Behrens.

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