Schiffsantrieb Neue Azipod-Generation des Schiffsantriebssystems steigert erneut Effizienz
Mit seinem vor 20 Jahren auf den Markt gebrachten Azipod-Schiffsantriebssystem konnte ABB bereits die Effizienz um zehn Prozent steigern. Die neue Generation Azipod XO zeigt sich noch effizienter und verspricht geringeren Wartungsbedarf sowie mehr Sicherheit.
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Das ABB Azipod-Schiffsantriebssystem hat sich im Laufe der Jahre aufgrund seiner guten Manövrierfähigkeit, seines raschen Ansprechverhaltens, der hervorragenden Laufruhe und der hohen Reisegeschwindigkeiten in der Schifffahrtsindustrie vielfach bewärt. Dank der erzielten Verbesserungen im Hinblick auf die Effizienz, Emissionen, Bauzeiten und das Design von Schiffen ist der Azipod das führende Produkt auf dem Markt für Pod-Antriebe.
Zur Entwicklung einer neuen Azipod-Generation, wandte sich ABB für weitere Verbesserungsmöglichkeiten an die Nutzer dieser Antriebe. Ziel des 2006 initiierten Programms war es, neben technischen Aspekten auch Fragen der Sicherheit, Wartungsfreundlichkeit, Zuverlässigkeit, Fertigung, Benutzerschnittstellen, Lebenszykluskosten, Umweltauswirkungen und andere konstruktive Aspekte zu berücksichtigen. Ergebnis ist der, seit September 2009 erhältliche Azipod XO.
Seit 1990 hat man den Azipod-Antrieb zwar kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert; er blieb aber ein Produkt der ersten Generation. Aufgrund seiner bewährten Vorzüge ist der Antrieb auch noch für neue Schiffstypen interessant. Dies und das Kundenfeedback zum bestehenden Azipod-System lieferten den Anstoß für die Entwicklung einer neuen, zweiten Generation des Antriebssystems.
Ziele für ein neues Antriebssystem definieren
Die erste Herausforderung bestand darin, die wichtigen Aspekte eines neuen Systems, die zu entwickelnden Komponenten und das Gesamtziel zu definieren. Nach Vorstudien, Kundenbefragungen und Workshops mit bedeutenden Unternehmen der Branche wurden folgende Ziele bestimmt:
- Steigern des Ertragspotenzials von Schiffen über deren Lebensdauer mit der Verbesserung der betrieblichen Gesamteffizienz
- Möglichkeiten zum flexiblen, kontrollierten und kosteneffizienten Anpassen an Kundenanforderungen durch Modularisieren
- Vereinfachen der Montage und Verkürzen der Montagezeit an Bord
- Verkürzen der Vorlaufzeit für das Engineering und der für das projektspezifische Design erforderlichen Zeit
- Minimieren der Vorlaufzeit und der Kosten für die Fertigung
- Verbessern der Sicherheit des Systems
- Reduzieren des Kraftstoffverbrauchs und der Emissionen zum Minimieren der Umweltauswirkungen
Eine Antriebseinheit, die sowohl Antriebs- als auch Steuerungsfunktionen übernimmt, ist ein wichtiger Bestandteil eines Schiffs. Sie bewegt das Schiff nicht nur von einem Hafen zum anderen, sondern gehört auch im Hinblick auf die Sicherheit zu den wichtigsten Systemen an Bord. Die Einheit verbindet Maschinenbau und Elektrotechnik, ist mit moderner Kommunikationstechnik ausgestattet und nutzt die Gesetze der Hydrodynamik, um eine hohe Antriebseffizienz und Manövrierfähigkeit zu gewährleisten.
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