Feldkommunikation Nestlé wählt openSAFETY als Sicherheitsstandard für Verpackungsmaschinen

Redakteur: Jan Vollmuth

Der Lebensmittelhersteller Nestlé entwickelt gemeinsam mit Automatisierungslieferanten wie Siemens oder B&R herstellerübergreifende Standards für die Integration verschiedener Steuerungen von Verpackungsmaschinen. Als Sicherheitsprotokoll kommt openSAFETY zum Einsatz.

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openSAFETY ermöglicht einen einheitlichen Safety-Standard für eine komplette Maschinenlinie unabhängig vom Steuerungshersteller und damit vom verwendeten Feldbusstandard (Bild: Ethernet POWERLINK Standardization Group (EPSG))
openSAFETY ermöglicht einen einheitlichen Safety-Standard für eine komplette Maschinenlinie unabhängig vom Steuerungshersteller und damit vom verwendeten Feldbusstandard (Bild: Ethernet POWERLINK Standardization Group (EPSG))

Großkonzerne wie Nestlé stehen häufig vor dem Problem, dass mit verschiedenen Maschinenfabrikaten für die Automatisierung unterschiedliche Steuerungssysteme – und damit verschiedene Bussysteme – in eine Linie integriert werden müssen. So zählen zu Nestlés wichtigsten Automatisierungslieferanten Siemens, Rockwell Automation, Schneider Electric und B&R, die bei ihren Steuerungen PROFINET, EtherNet/IP, SERCOS III bzw. POWERLINK einsetzen.

Um das beschriebene Problem dauerhaft zu lösen, führt derzeit eine spezielle Engineering-Gruppe bei Nestlé in der Schweiz gemeinsam mit den Automatisierungslieferanten die Pilotimplementierung einer Verpackungslinie durch. Das Projektziel: herstellerübergreifende Standards für die Integration verschiedener Steuerungen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verwendung offener Kommunikationstechnologien.

Ziele der Pilotimplementierung

Das Projekt verfolgt zwei Ziele. Zum einen eine Spezifikation für Verpackungsmaschinen auf Grundlage der Packaging-Machine-Language PackML. Bei PackML handelt es sich um eine Richtlinie der OMAC User Group (Organization for Machine Automation and Control) für offene, modulare Automatisierungsarchitekturen, deren Status-Modell eine einheitliche Verwaltung sämtlicher Betriebsarten bei Verpackungsmaschinen vorsieht. Auf dieser Basis sollen am Ende des Projekts Standardbibliotheken für die jeweiligen Steuerungssysteme entwickelt und dem Maschinenbau zur Verfügung gestellt werden.

Zweitens will Nestlé einen steuerungs- und busunabhängigen Sicherheitsstandard auf der Grundlage von openSAFETY einführen, mit dem sich ohne Einschränkungen sicherheitsbezogene Informationen zwischen den Maschinen bzw. Steuerungen unterschiedlicher Fabrikate austauschen lassen.

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