Wälzlager Nautilus-Lager reduziert die Belastung des Antriebsstrangs

Redakteur: Stefanie Michel

Mit dem Nautilus-Lager hat SKF eine Lagerungslösung geschaffen, das bei Windkraftanlagen alle Rotorbelastungen (Kräfte und Momente) aufnimmt und nur die Übertragung des Rotordrehmoments auf den Antriebsstrang zulässt.

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Indem das Nautilus-Lager nur die Übertragung des Rototdrehmoments auf den Antriebsstrang zulässt, verlängert es die Lebensdauer des Antriebsstrangs und erhöht somit die Turbinenzuverlässigkeit. Außerdem ermöglicht es den Konstrukteuren, von der herkömmlichen Konstruktion der Hauptwelle abzuweichen und das Lager direkt zwischen Maschinenrahmen und Nabe zu integrieren. Bei Konstruktionen dieser Art sind Abmessungen und Gewicht der Gondel geringer, was Kosteneinsparungen für den Maschinenhersteller bedeutet.

Das Lager ist für Multi-Megawatt-Windturbinen in Onshore- und Offshore-Anwendungen mit oder ohne Getriebe konstruiert.

Lager mit segmentierten PEEK-Käfigen sind zuverlässig

Diese neue Generation von großen zweireihigen Kegelrollenlagern (DRTRB) mit segmentierten PEEK-Käfigen, die bereits in mehreren Multi-Megawatt-Windturbinenmodellen in der ganzen Welt eingebaut wurden, bietet hohe Betriebszuverlässigkeit bei gleichzeitig extrem niedriger Reibung.

Der PEEK-Käfig ist segmentiert, um ihn flexibler zu machen und um Kontaktkräfte und die Reibung zu minimieren. In einem segmentierten Käfig treten außerdem keine zusätzlichen Käfigkräfte auf, die zu den normalen im Lager wirkenden Kräften hinzu kommen. Zudem verbessert die Konstruktion mit segmentiertem Käfig die Führung der Rollen. Zusammen mit der inneren Geometrie des Lagers führt dies zu einer optimalen Lastverteilung auf die Rollen.

Lager für optimales Leistungsverhalten der Turbine konzipiert

Die Konstruktion des Nautilus Lagers verfügt über zwei Reihen von Kegelrollen in O Anordnung, was zu einer sehr hohen Tragfähigkeit bei extrem hoher Steifigkeit führt. Das Lager ist für ein optimales Leistungsverhalten der Turbine konzipiert. Zum Beispiel ist bei Turbinen mit Getriebe das Lager vorgespannt. Das Getriebe erfährt so nur die reine Drehmomentbelastung und wird vor den Rotorlasten geschützt, da der Rotor durch das Lager abgestützt wird. Der große Durchmesser des Lagers macht es stabil genug, um Gier- und Kippmomenten standzuhalten, was seine große Zuverlässigkeit in komplexen Belastungszuständen, denen Windturbinen ausgesetzt sind, noch weiter verbessert.

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