Aluminium Nachhaltige Werkstoff-Anwendung

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Die nachhaltige Herstellung von Fahrzeugkomponenten setzt Trimet mit einer Aluminium-Legierung um, die eine Wärmebehandlung des Produktes einspart.

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Ölwanne aus der Aluminiumlegierung trimal-04
Ölwanne aus der Aluminiumlegierung trimal-04
(Bild: trimet)

Im Zeitalter der Mobilität nimmt der Werkstoff Aluminium eine Schlüsselstellung ein. Hohe Stabilität gepaart mit Leichtigkeit garantieren eine wirtschaftliche und umweltschonende Fortbewegung. Mit dem leichten, langlebigen und innovativen Werkstoff lässt sich dauerhaft und effizient Energie einsparen. Durch den Einsatz von Aluminium beim Bau eines Pkws lässt sich das Gewicht bis zu einem Drittel reduzieren. Konkret bewirkt eine Gewichtsersparnis von 100 kg eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs um 0,35 ltr. pro 100 km (1). Entsprechend verringern sich die Schadstoffemissionen. Bauteile aus Aluminium leisten einen entscheidenden Beitrag zur CO2-Reduzierung in der Gebrauchsphase eines Kraftfahrzeugs.

Der Werkstoff lässt sich mit geringer Energie nahezu verlustfrei rezyklieren und wird neuen Verwendungen zugeführt. Nicht zuletzt aufgrund der guten Recyclingeigenschaften von Aluminiumprodukten ist Aluminium ein Kreislaufwerkstoff, der einen entscheidenden Beitrag zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und zur Schonung der Umwelt leistet.

Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz

Über die energieeffiziente und umweltbewusste Nutzungsphase von Aluminiumbauteilen hinaus rückt der Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Herstellung von Fahrzeugkomponenten immer stärker in den Fokus. In diesem Zusammenhang gilt es, weiteres Potential durch Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz zu heben. Das nachfolgende Beispiel einer Ölwanne zeigt auf, wie durch den Einsatz einer neu entwickelten Legierung in Kombination mit fertigungstechnischen Optimierungen bedeutende Energieeinsparungen bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung und Vereinfachung des Prozessablaufs erzielt werden können.

Ausgangspunkt der Legierungsentwicklung war eine Legierung des Typs EN-AC-AlSi10Mg(Fe) mit reduziertem Eisengehalt. Diese Legierung verfügt im Gusszustand allerdings nicht über die geforderte Dehnung und Verformbarkeit, so dass bislang eine partielle Wärmebehandlung des Bodenbereichs durchgeführt wird. Zur Einsparung dieser Wärmebehandlung wurde nun eine Legierungskombination gefunden, die die unten aufgezeigten Eigenschaften im Gusszustand erfüllt.

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