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Recycling-Material als Grundlage für neue Legierung
Für die hohe Duktilität und Verformbarkeit ist über einem reduzierten Eisengehalt hinaus die Einschränkung des Mg-Gehaltes eine wichtige Voraussetzung. Gleichzeitig werden diese Eigenschaften (Duktilität und Verformbarkeit) durch eine Modifikation (Veredlung) des eutektischen Siliziums unterstützt. Diese Legierung trägt den Namen trimal-04 und wird vollständig aus Schrotten hergestellt. Der Einsatz dieser Legierung vermeidet einen monatlichen Wärmebedarf von ca. 120.000 kWh und ermöglicht somit den Wegfall einer CO2-Emission von jährlich 24.000kg CO2. Weiterhin bietet der Verzicht auf die Durchführung einer partiellen Wärmebehandlung den Vorteil, dass ein Verzug unterbleibt und somit das Richten entfallen kann. Beides trägt entscheidend zur Energieeinsparung- und Ressourcenschonung bei.
Die Ölwannen aus trimal-04 zeichnen sich durch eine hohe Duktilität im Bodenbereich aus. Im konkreten Fall wurden Dehnungen von >7 % im Gusszustand nachgewiesen. Darüber hinaus wurde die Einwirkung eines Schlagkörpers, der mit einer Schlagenergie von ca. 150 J (Gewicht: 8,1 kg, Fallhöhe: 1,90 m) auf den Bodenbereich auftritt, ohne Rissbildung überstanden. Diese Prüfung stellt gewissermaßen einen Missbrauchstest dar, bei dem das Aufsetzen einer Ölwanne auf einen Bordstein oder Poller simuliert wird. In diesem Fall soll sich die Ölwanne lediglich verformen aber nicht reißen, um ein Auslaufen des Öls zu vermeiden.
Optimale Formfüllung beim Gießprozess erreicht
Parallel zur Legierungsentwicklung wurde das Formdesign unter Zuhilfenahme neuester Simulationsmethoden konstruiert. Ziel war es, eine optimale Formfüllung beim Gießprozess sicherzustellen. Mit den oben aufgezeigten Maßnahmen wurden die gesetzten Ziele in vollem Umfang erreicht. (qui)
Literatur:(1) Study: „Energy Savings by Light weighting“, IFEU Institute Heidelberg Jan. 2003
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