Windenergie Moog schließ die Übernahme von LTi REEnergy ab

Redakteur: Stefanie Michel

Nach der Übernahme von 40 Prozent der in privater Hand befindlichen Anteile von LTi REEnergy im Juni 2008 hat Moog jetzt die verbliebenen 60 Prozent der in Unna ansässigen Unternehmenseinheit erworben.

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Die Akquisition umfasst zwei Montage- und Testeinrichtungen: eine in Unna, die andere in Shanghai. Ein weit verbreitetes Pitchsystem zur elektrischen Rotorblattverstellung ergänzt die bestehenden Blattverstell-, Rotorüberwachungs- und Schleifringsysteme von Moog.

Moog will Windparkbetreiber komplette Antriebslösungen bieten

Über die Blattverstellung wird die Rotorgeschwindigkeit und damit die Effizienz von Windenergieanlagen gesteuert. Die meisten Kunden, die diese Systeme kaufen, sind Hersteller von Windenergieanlagen in ganz Europa, Fernost und Nordamerika.

„Wir wollen unsere Erfahrung im Bereich Antriebstechnik nutzen, um die Hersteller und Windparkbetreiber dabei zu unterstützen, die aktuellen Herausforderungen in diesem Markt zu meistern,“ sagt Steve Huckvale, Präsident der Moog Industrial Group. „Unsere Strategie ist darauf ausgerichtet, mit neuen hoch leistungsfähigen Antriebslösungen von der Rotorblattverstellung bis zur Rotorüberwachung zum kontinuierlichen Fortschritt in der Produktentwicklung dieser Branche beizutragen.“

Servoregler, Motoren und Steuerungen für die Windkraft

Zu dem von Moog übernommenen Windenergiegeschäft von LTi REEnergy zählen robuste Servoregler der Marke PITCHmaster, Motoren, Notstromaggregate, ein Steuerungssystem und Software für Ferndiagnostik und Reserveenergie. Die meisten Systeme zur Rotorblattverstellung (Pitch Control) werden in die Nabe der Windturbine eingebaut, wo extreme Temperaturen und Bewegungskräften herrschen können.

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Falls beispielsweise die Stromversorgung der Turbine ausfällt, greift das Pitchsystem auf das Notstromaggregat zu, um die Rotorgeschwindigkeit zu erfassen und die Rotorblätter aus dem Wind zu drehen. Dadurch wird eine ernsthafte Beschädigung der Windenergieanlage vermieden.

Während viele Pitchsysteme in dieser Hinsicht versagen können, hat der PITCHmaster von Moog seine Temperaturbeständigkeit im Bereich zwischen -30 und +70 °C unter Beweis gestellt.

Mit Übernahme ergänzt Moog seine Antriebslösungen

Moog beliefert schon seit langer Zeit Hersteller von Windenergieanlagen mit hoch leistungsfähigen Produkten und Systemen weltweit. Die bekannte Qualität und Zuverlässigkeit von Moog, das weltweite Service-Netzwerk, sowie umfangreiche Erfahrung in der Windindustrie stellen einen Mehrwert für Kunden dar. „Die Übernahme ist eine gute Ergänzung der bestehenden Strukturen und Antriebslösungen von Moog.“ sagt Matthias Vehring, Geschäftsführer der Niederlassung in Unna.

Mit Wirkung der heutigen Bekanntgabe wird das Geschäft unter der Marke Moog weitergeführt.

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