Sicherheitsbremse Mit sechs Zangenbremsen gesicherte Bühnenwinde
Bei Bühnenwinden sorgen meist zwei Sicherheitsbremsen für ein zuverlässiges Halten der Last. Ein Hersteller bestückt seine Bühnenwinde mit sechs Einzel-Bremsen von mayr Antriebstechnik – mit positivem Nebeneffekt.
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Im Kino fliegt Spiderman in den Action-Szenen durch die New-Yorker Häuserschluchten. Für die Aufnahme solcher Szenen werden sogenannte Flugmaschinen eingesetzt. Dabei bewegen Bühnenwinden die Stuntmen an dünnen Drahtseilen durch die Luft. Doch auch in Theatern, Musikhäusern oder auf Konzertbühnen sind Bühnenwinden im Einsatz, um Kulissen, Vorhänge oder schwere Scheinwerfer zu verschieben, zu heben und zu senken. Zum Schutz der Akteure werden solche Winden mit redundanten Sicherheitsbremsen von mayr Antriebstechnik bestückt, die speziell für bühnentechnische Applikationen konzipiert sind.
Neben der ROBA-stop-silenzio, der zur Zeit leisesten Bühnenbremse auf dem Markt, eigen sich unter anderen auch die schleiffreien, geräuschgedämpften Zangenbremsen der Baureihe ROBA-diskstop für bühnentechnische Anwendungen. Sie lassen sich sehr flexibel an Bremsscheiben anordnen. Größe und Anzahl der Bremsen bestimmen das erreichbare Bremsmoment.
Bei Bühnenwinden sorgen mehrere Bremsen für Sicherheit
In der Regel werden bei Bühnenwinden zwei Bremsen eingesetzt, die voneinander komplett unabhängig arbeiten. Jede der beiden Bremsen ist allein in der Lage, die Last zuverlässig zu halten. So ist sichergestellt, dass auch bei Ausfall einer Bremse keine Gefahr für die Akteure entsteht. Wenn beide Bremsen funktionieren, führt dieses Konzept allerdings bei einer Notbremsung zu einer Verdoppelung des Bremsmomentes.
Ein amerikanischer Hersteller platzierte an der Bremsscheibe einer Bühnenwinde sechs einzelne ROBA-diskstop Zangenbremsen. In erster Linie ist die hohe Zahl von Bremsen notwendig, um das geforderte Bremsmoment zu erreichen. Die Anordnung von mehreren Bremsen hat aber zusätzlich noch einen interessanten positiven Nebeneffekt. Wie bei Systemen mit zwei Bremskreisen hat auch hier eine Bremse die Aufgabe, den Ausfall einer anderen Bremse zu kompensieren. Eine zusätzliche Bremse reicht somit aus, um die Forderung nach Redundanz zu erfüllen. Die anderen fünf Bremsen bringen zusammen das geforderte Bremsmoment, jede also nur 20 Prozent. Sind alle sechs Bremsen intakt, verzögert das System bei einer Notbremsung mit 120 Prozent des Nennbremsmomentes. Die Bremsmomenterhöhung beträgt nicht 100 Prozent wie bei Systemen mit zwei Bremskreisen, sondern lediglich 20 Prozent. Der Bremsvorgang ist wesentlich sanfter und weniger belastend für die peripheren Bauteile.
[Teil 2: Warum die mayr-Bremsen für die Bühnentechnik so leise sind]
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