Additive Fertigung Mit Hot Lithography zur Serienfertigung im 3D-Druck

Von Juliana Pfeiffer 2 min Lesedauer

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1zu1 hat mit Hot Lithography ein 3D-Druck-Verfahren eingeführt, mit dem sich robuste, filigrane, sterilisierbare und brandfeste Serienbauteile fertigen lassen. Entwickelt wurde die Technologie vom österreichischen Unternehmen Cubicure.

1zu1 setzt ab sofort auf das topmoderne 3D-Drucksystem des österreichischen Anbieters Cubicure. Im Bild (von links): Thomas Kohler (CEO 1zu1), Markus Kury (Chief Product Officer Cubicure GmbH), Jan Löfving (CEO Prototal Industries) und Christian Humml (Betriebsleiter 1zu1).(Bild:  1zu1)
1zu1 setzt ab sofort auf das topmoderne 3D-Drucksystem des österreichischen Anbieters Cubicure. Im Bild (von links): Thomas Kohler (CEO 1zu1), Markus Kury (Chief Product Officer Cubicure GmbH), Jan Löfving (CEO Prototal Industries) und Christian Humml (Betriebsleiter 1zu1).
(Bild: 1zu1)

Hot Lithography vereint die Vorteile der Stereolithografie und des Selektiven Lasersinterns. Die Technologie produziert dank spezieller Beheizung und Beschichtung große Mengen hochpräziser Bauteile mit starken mechanischen und thermischen Eigenschaften. Ein 18 Mikrometer (18 µm) großer Laser-Strahldurchmesser realisiert Wandstärken ab 0,1 Millimeter. „Die hochwertige Oberflächenqualität erfordert kein Glätten im Nachgang. Mit den Photopolymeren von Cubicure sind Bauteile mit bis zu 300 Grad Celsius Temperaturbeständigkeit machbar – ein bisher unerreichter Wert“, erklärt 1zu1innovationsmanager Markus Schrittwieser.

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„Mit Hot Lithography bereichern wir das Spektrum der schnellen und kosteneffizienten Serienfertigung im 3D-Druck um eine Vielfalt an Materialien. Die Technologie eröffnet neue Anwendungsgebiete – etwa in der Medizintechnik und Elektronikindustrie“, freut sich Thomas Kohler, CEO von 1zu1. Das Dornbirner High-Tech-Unternehmen positioniert sich seit Jahren als Pionier für den industriellen 3D-Druck. Nun erweitert 1zu1 den Maschinenpark um das System des österreichischen Anbieters Cubicure. Die Einführung erfolgt mit ausgewählten Pilotkunden. Ab Mitte November ist die Serien-Technologie fix im Portfolio verankert. „Bei Cubicure kombinieren wir die freie und flexible Formgebung des 3D-Drucks mit Performance-Kunststoffen. Partner wie 1zu1 schöpfen das volle Potenzial der digitalen Fertigung auf industriellem Niveau in der Praxis aus“, betont Markus Kury, Chief Product Officer von Cubicure.

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Komponenten brauchen keine Oberflächennachbearbeitung

Bei der patentierten Technologie werden speziell entwickelte hochviskose Harze verarbeitet. Das vielfältige Materialportfolio ermöglicht hochpräzise, temperaturbeständige, schlagzähe, halogenfreie, sterilisierbare, elastische und flammfeste Kunststoffteile. Sieben Materialien sind derzeit verfügbar. Die hochwertigen Komponenten erfordern – anders als beim Selektiven Lasersintern (SLS) – keine Oberflächennachbearbeitung und sind sofort als Serienteile einsetzbar. „Das erhöht das Tempo und verringert die Kosten. Schon nach dem Druck gleicht die Qualität dem Spritzguss. Bei der Stückzahl gibt es keine Grenzen. Bei passender Geometrie ist das Verfahren sogar für Millionenstückzahlen die ideale Lösung wie aktuelle Projekte zeigen“, berichtet Kohler.

1zu1 betreibt unter anderem drei SLS-Hochleistungsanlagen P500 von EOS, nutzt die FDR-Technologie (Fine Detail Resolution), chemische Glättsysteme und automatisierte Strahlanlagen. „Die Einführung von Hot Lithography erweitert unser Portfolio. Gemeinsam mit der Prototal-Gruppe stellen wir die Weichen für die Zukunft und unterstützen unsere Kunden als Allround-Servicepartner für 3D-Druck-Serien“, sagt Thomas Kohler. Über die Prototal-Gruppe bietet 1zu1 die innovative Technologie von Cubicure von Skandinavien über Großbritannien und die DACH-Region bis nach Italien an.

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