Radio Frequency Identification (RFID) Mit Funkchips (RIFD) kommen die bestellten Komponenten sicher ins richtige Fahrzeug

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

BMW nutzt bereits heute die Vorteile von Radio Frequency Identification (RFID): transparente Warenflüsse, reduzierte Durchlaufzeiten und minimierte Fehlerquoten. Darüber hinaus können Ersatzteile effizienter vorgehalten werden. Auch die Kunden des Automobilherstellers profitieren – von erhöhter Produktqualität und Produktsicherheit.

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Die Analysten von IDTechEX kommen in ihrem Bericht „RFID Forecasts, Players & Opportunities 2008-2018“ zu dem Ergebnis, dass RFID weiterhin Erfolgsgeschichte schreiben wird. Bis 2018 erhöht sich nach Angaben der unabhängigen Experten die Zahl der ausgelieferten Transponder bereits um das Dreihundertfache.

Auch die Nachfrage bei IT-Dienstleistungen steigt. So konnte etwa Siemens den Umsatz im RFID-Bereich in den letzten Jahren deutlich erhöhen. „Das zeigt, dass der Markt die Funktechnologie immer mehr annimmt und weiterhin stabile Wachstumsraten zu erwarten sind“, schätzt Volker Klaas, Leiter des Competence Center AutoID/RFID bei Siemens IT Solutions and Services, die aktuelle Situation ein.

Preise und Standards müssen passen

Langfristig kann sich die Funktechnologie jedoch nur durchsetzen, wenn nicht nur die Leistungsfähigkeit der Chips steigt, sondern gleichzeitig die Preise für RFID-Transponder fallen. Derzeit kosten einfache Transponder zum Aufkleben unter zehn Euro-Cent. In den Augen von Klaas eine akzeptable Größenordnung, denn damit verbessern und vereinfachen sich die Produktions-, Transport- und Serviceprozesse deutlich.

Dem häufig propagierten Beispiel, in Zukunft auch einzelne Joghurtbecher mit Funketiketten zu versehen, erteilt der RFID-Experte indessen eine klare Absage: „Das rechnet sich im Moment nicht.“ Den entscheidenden Preisschub und damit die Möglichkeit, auch Massengüter mit RFID auszustatten, könnten Polymerchips bringen, bei denen die elektronischen Komponenten kostengünstig aufgedruckt werden. Diese sind allerdings aufgrund ihres relativ kleinen Speichers noch nicht fit für den flächendeckenden Einsatz.

Um die Technologie in vollem Umfang nutzen zu können, ist es ebenfalls wichtig, die Funkfrequenzen zu standardisieren. In Europa, den USA und großen Teilen Asiens sind diese jeweils einheitlich festgelegt. Damit Unternehmen, ähnlich wie bei Mobiltelefonen, die Chips auch länderübergreifend einsetzen können, arbeiten Experten bereits an Transpondern, die mehrere Frequenzen verarbeiten. (Nächste Seite: RFID-Einsatz bei BMW)

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