Fügetechnik Mehr als reine Verbindung: Fügen im E-Auto

Autor: Juliana Pfeiffer

Von Leichtbaukarosserien über Sicherheitsgläser bis hin zu Lithium-Ionen-Batterien – sie stellen vielfältige Herausforderungen an die Fügetechnologien im Elektroauto.

Ein Elektroauto ist in erster Linie auch nur ein „normaler“ PKW – allerdings erfordert der Leichtbau hierbei Weiterentwicklungen, bei denen neue Werkstoffkombinationen und somit neue Fügetechniken eingesetzt werden.
Ein Elektroauto ist in erster Linie auch nur ein „normaler“ PKW – allerdings erfordert der Leichtbau hierbei Weiterentwicklungen, bei denen neue Werkstoffkombinationen und somit neue Fügetechniken eingesetzt werden.
(Bild: ©fotomek - stock.adobe.com)

Fügestellen prägen nachhaltig die Eigenschaften von Produkten. Während eine Waschmaschine schon mit wenigen Clinchpunkten zusammengehalten werden kann – durch Umformen und ohne Hilfsfügeteile wie Schrauben – muss eine Autokarosserie mit bis zu 3500 Stanznietverbindungen gefügt werden. Laut Industrieverband für Klebstoffe werden rund 15 bis 18 kg Klebstoff pro Auto verarbeitet. Damit wandern rund 9 % der gesamten jährlichen Klebstoffproduktion in die Automobilindustrie.

Doch wie unterscheiden sich die Fügetechniken in einem Elektroauto zu einem „normalen“ PKW? „Ein E-Mobil ist in erster Näherung ja auch ein „normaler“ PKW, insofern kommen auch alle Fügeverfahren zum Einsatz, die man auch vom Verbrennerfahrzeug her kennt“, erklärt Univ.-Prof. Dr.-Ing. Uwe Reisgen, Leiter des Instituts für Schweißtechnik und Fügeverfahren ISF an der RWTH Aachen. Allerdings mache der weiter getriebene Leichtbau dort Weiterentwicklungen erforderlich, bei denen neue Werkstoffkombinationen eingesetzt werden, so der Professor weiter.

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Fachredakteurin Forschung & Entwicklung, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG