Positionierlösung

Maßgeschneiderte Positionierlösung für Analysemethoden an einer Beamline

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Parallelkinematik für den Probenhalter und die Optik

In der Apertur des Rotationstisches sitzt der eigentliche Probenhalter auf der beweglichen Plattform einer sechsachsigen Parallelkinematikmaschine (Bild 6). Das Space-FAB (vgl. Technikkasten) erleichtert den Forschern die Arbeit deutlich, weil die lediglich einige 10 bis 100 µm kleinen Proben samt Halter zunächst mit geringer Präzision in den Tisch eingesetzt werden können. Anschließend lassen sie sich dann automatisiert per Software-Kommando ausrichten. Für die korrekte Justage sind damit keine zusätzlichen mechanischen Komponenten notwendig. Die Proben werden mit sechs Freiheitsgraden positioniert. Wesentlich dabei sind der frei wählbare Drehpunkt (Pivotpunkt) des parallelkinematischen Systems sowie seine hohe Steifigkeit. Auch bei der Positionierung der Optik ist eine solche sechsachsige Parallelkinematikmaschine im Einsatz: Bei der Nanotomografie, die dreidimensionale Aufnahmen mit Auflösungen unter 100 nm ermöglicht, werden mit ihrer Hilfe die sogenannten Compound Refractive Lenses (CRL) präzise im Strahl justiert.

Von den Untersuchungsergebnissen, die sich heute dank dieser hochauflösenden Tomografieverfahren an der Imaging Beamline P05 erzielen lassen, können die unterschiedlichsten Bereiche profitieren, angefangen von der industrienahen Forschung bis hin zu Materialwissenschaften und der Untersuchung von Knochen in der Biologie. Die von den Spezialisten der „Beamline Instrumentation“ maßgeschneiderten Positionierlösungen, die die kleinen Proben und die optischen Komponenten hochpräzise ausrichten, tragen dazu wesentlich bei. (ud)

SPS IPC Drives: Halle 3, Stand 200

* Dipl.-Phys. Birgit Schulze ist zuständig für Markt & Produkte bei Physik Instrumente (PI).

(ID:42995837)