Maschinensicherheit: Mit dem Bus geht´s besser

Redakteur: Ute Drescher

Vereinfachte Anschaltung, höhere Flexibilität und verbesserte Diagnosefunktionen: Diese Vorteile werden immer genannt, wenn es um AS-Interface Safety at Work (ASi Safety) geht. Ein weiterer wichtiger Vorteil tritt dabei in den Hintergrund: Auch die sicherheitstechnische Bewertung ist deutlich einfacher. Das will die Schmersal Gruppe auf der SPS/IPC/Drives 2010 demonstrieren. Das Unternehmen wird mehrere neue Baureihen von Sicherheits-Schaltgeräten mit ASi Safety-Schnittstelle vorstellen.

Anbieter zum Thema

Es gibt gute Gründe dafür, dass sich ASi Safety zunehmend durchsetzt. Die Anschaltung der Sicherheits-Schaltgeräte ist sehr viel einfacher, weil man mit einem Bus-Kabel auskommt, das zusätzlich auch die Energieversorgung der Sensoren sicherstellt. Zudem kann man über den Sicherheitsmonitor in FUP-Darstellung viele Funktionalitäten komfortabel im „Drag & Drop“-Modus programmieren, und der Endanwender der Maschine oder Anlage profitiert von zusätzlichen Diagnosefunktionen.

Vorteile bei der Anwendung von EN ISO 13849-1

Die neue Normenlage spricht ebenfalls für den Einsatz dieses Sicherheits- Bussystems, denn mit AS-i Safety kann der Maschinenbauer sehr schnell und flexibel die geforderten Sicherheitsfunktionen an einer Maschine realisieren, zumal die sicherheitstechnische Bewertung nach EN ISO 13849-1 denkbar einfach ist. Der Konstrukteur muss hier nicht den Diagnosedeckungsgrad bei der Reihenschaltung von kontaktbehafteten Geräten berechnen, weil die UND-Verknüpfung – also die Reihenschaltung – im AS-i Sicherheitsmonitor stattfindet, der für Anwendungen bis PL e mit einem DC von 99% geeignet und zertifiziert ist.

Vorteile auch bei der Risikobeurteilung

Auch bei der Ermittlung des erforderlichen Performance Levels bietet der ASi

Safety-Standard Vorteile: Sie ist einfacher durchzuführen als bei Sicherheitskreisen mit herkömmlicher Verdrahtung. Denn die Sensorebene eines Sicherheitskreises, der mit ASi Safety aufgebaut wird, besteht aus den einzelnen Sicherheitsschaltgeräten, die über den AS-i Bus sozusagen „parallel“ geschaltet sind (Bild 1). Bei der Betrachtung sind immer diejenigen Sicherheits-Schaltgeräte relevant, die einer Schutzeinrichtung im Sicherheitsmonitor zugeordnet sind. Der Sicherheitsmonitor stellt die Auswertelogik dar und überwacht unabhängig die einzelnen Sicherheitsschaltgeräte. Bei Nutzung eines Rückführkreises für die Leistungsschütze, dem sogenannten EDM (External Device Monitoring) kann er auch den Leistungsteil überwachen.

(ID:23833450)