Getriebe LuK Zweimassen-Schwungrad feiert seinen 25. Geburtstag
Im Jahr 1985 brachte der Kupplungs- und Getriebespezialist LuK erstmals einzwischen Motor und Getriebe angeordnetes Schwungrad auf den Markt, das die Drehschwingungen reduzieren sollte: das Zweimassen-Schwungrad. Bis heute ist es als "Schwingungskiller" im Einsatz.
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Ohne schwingungsdämpfende Maßnahmen im Antriebsstrang hätte die automobile Welt durch unisolierte Drehschwingungen mit dem einen oder anderen eklatanten Nachteil zu leben.
Ein Auslöser von Drehschwingungen resultiert aus der periodischen Taktung eines Viertakt-Hubkolbenmotors, die in Kombination mit der Zylinderzündfolge zu einer Drehungleichförmigkeit der Kurbelwelle führt. Der Antriebsstrang, ein drehschwingungsfähiges Gebilde mit charakteristischen Eigenfrequenzen, ist dabei mit verantwortlich für die Ausbildung der vom Motor eingeleiteten Drehungleichförmigkeiten zu Drehschwingungen.
Doch als in den achtziger Jahren der Antriebsstrang was die Reibung betraf immer mehr optimiert wurde, verstärkte sich auch das sogenannten „Getrieberasseln“. Besonders drehmomentstarke Dieselmotoren regten zusätzlich Drehschwingungen an, die sich in Form von Karosseriedröhnen lärmend bemerkbar machen.
Mit Zweimassen-Schwungrad können Schwungmassen schwungtechnisch entkoppelt werden
Bis zur Serienreife des Zweimassen-Schwungrads durch den zur Schaeffler Gruppe gehörenden Kupplungs- und Getriebespezialisten LuK im Jahr 1985 wurden ausschließlich Kupplungsscheiben mit Torsionsdämpfern zur Reduktion von Drehschwingungen eingesetzt. Doch an Stelle des bislang starren, zwischen Motor und Getriebe angeordneten Schwungrads befindet sich nun ein in zwei Massen aufgeteiltes Schwungrad: das Zweimassen-Schwungrad (ZMS).
Seit Geburt des ZMS können die motorseitige primäre Schwungmasse und die getriebeseitige sekundäre Schwungmasse voneinander schwungtechnisch entkoppelt werden. Über ein Feder-Dämpfungssystem bleiben sie miteinander verbunden. Herzstück des Zweimassen-Schwungrads sind die sogenannten Bogenfedern. Sie sind deutlich länger als die zuvor ausschließlich verwendeten Kupplungsdämpferfedern und können so die auftretenden Schwingungen besser isolieren.
Sichere Dämpfung der vom Motor ausgehenden Vibrationen steigert Fahrkomfort
Das LuK ZMS ermöglichte erstmals eine massive Verschiebung der kritischen Drehzahlen bis unter die Leerlaufdrehzahl und somit die sichere Dämpfung der vom Motor ausgehenden Vibrationen. Durch die signifikante Steigerung des Fahrkomforts erlangte das ZMS schnell einen Ruf als Schwingungs-"Killer" im Antriebsstrang.
Längst richtet sich das Augenmerk auf einen weiteren erfreulichen Effekt des Zweimassen-Schwungrads.: Es begünstigt – einhergehend mit hohem Geräuschkomfort – das Fahren in verbrauchsgünstigen Betriebsbereichen und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen.
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