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Damit sind die Konstrukteure in der Lage, die Linearbewegung genau dort zu erzeugen, wo sie benötigt wird, und können auf zusätzliches Gestänge und Umlenkvorrichtungen völlig verzichten. So wird der Planungs- und Konstruktionsaufwand für jedes Gerät zugunsten einer beschleunigten Markteinführung deutlich reduziert. Darüber hinaus spart der Konstrukteur dank der kompakteren Bauform und der entfallenen Zusatzausstattung deutlich an Platz ein, den er zum Einbau zusätzlicher Funktionen nutzen kann.
Elektrische Linearaktuatoren sind meist wartungsfrei
Auch der Endanwender profitiert unmittelbar von der deutlich einfacheren Bauform. Dies bezieht sich beispielsweise auf den erforderlichen Wartungsaufwand. Die meisten elektrischen Linearaktuatoren sind komplett wartungsfrei, da sie als vollständig gekapselte und dauergeschmierte Einheiten verbaut werden. Im Gegensatz dazu erfordert ein Hydrauliksystem umfangreiche Wartungsmaßnahmen an den verschiedenen vorhandenen Bauteilen. Hierzu gehört ein regelmäßiger Wechsel der Hydraulikölfilter, die Kontrolle des Flüssigkeitsstands, die Überprüfung der Hydraulikleitungen- und schläuche auf Undichtigkeiten – einschließlich eventuellem Austausch – sowie Wartung der Ventile und Verteilerstücke. Zudem sind weniger Bauteile der elektrischen Lösungen gleichbedeutend mit einer deutlich reduzierten Fehleranfälligkeit, und nicht zuletzt ist beides direkt in Form einer Kostensenkung für den Endanwender messbar.
Aktuator verbraucht elektrische Energie nur bei Bewegung
Der höhere Wirkungsgrad elektrischer Aktuatoren im Vergleich zu den mit einem Puffermedium arbeitenden hydraulischen oder pneumatischen Lösungen ist ebenfalls ein entscheidender Kostenfaktor. Das zur Kraftübertragung verwendete Puffermedium Hydrauliköl bzw. Druckluft verursacht einen Energieverlust, der durch die direkte, mechanische Kraftübertragung im Linearaktuator weitestgehend ausgeschlossen wird. Hinzu kommt, dass der Druck in einem hydraulischen oder pneumatischen System stets vorgehalten werden muss, um bei Bedarf sofort abrufbar zu sein. Ein Kompressor muss also durchgehend im Leerlauf in Betrieb sein.
Um eine Position unter Last zu halten, benötigen die Zylinder solcher Systeme darüber hinaus eine konstante Druckbeaufschlagung, d.h. in diesen Fällen muss das Aggregat durchgängig Druck erzeugen. Ein Aktuator dagegen verbraucht tatsächlich nur dann elektrische Energie, wenn die Bewegung ausgeführt wird. Die Ruheposition wird ganz ohne zusätzlichen Energieverbrauch gehalten. Damit erzeugt ein direkter Antrieb, wie er im Linearaktuator realisiert ist, aus einer geringeren Antriebsleistung dieselbe oder auch eine höhere Arbeitsleistung. Für den Anwender einer landwirtschaftlichen Maschine beispielsweise bedeutet das: mehr Leistung mit weniger Kraftstoff, und damit eine deutlich höhere Wirtschaftlichkeit seiner Maschine.
Teil 3: Warum elektrische Lösungen einfacher anzusteuern sind
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