Lochgreifer Lasergesinterter Lochgreifer

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Schunk hat einen Lochgreifer aus chemisch beständigem Polyamid vorgestellt, der generativ gefertigt wird.

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Störkonturoptimierter Lochgreifer LOG (Bild: SCHUNK)
Störkonturoptimierter Lochgreifer LOG (Bild: SCHUNK)

Verglichen mit konventionellen Gummilochgreifern ist er rund 60 % leichter. Zudem verfügt er über höhere Haltekräfte und ermöglicht längere Standzeiten. Weil der Greifer generativ, sprich Material aufbauend gefertigt wird, sind die Lieferzeiten selbst bei individueller Form oder Größe extrem kurz. Sie werden auf modernen Laser-Sinteranlagen aus leichtem und verschleißfestem Polyamid PA12 direkt aus den CAD-Daten span- und werkzeuglos gefertigt. Dabei sind auch komplexe Konturen oder individuelle Beschriftungen ohne Mehrkosten möglich. Der mit einem Spanndorn vergleichbare Greifer ist einteilig aufgebaut und verfügt über ein geschlossenes und damit vollkommen schmutzresistentes Membransystem. Zusätzlich schützt ein interner Anschlag die einfach wirkende Dehnmembran vor Beschädigungen. Wird der Greifer über das Außen- oder Innengewinde mit Druckluft beaufschlagt, dehnt sich die Membran aus und wirkt auf die Greifbacken. Diese sorgen reibschlüssig für sicheren Halt. Weil die Polyamidbacken dabei großflächig an der Wandung anliegen, sind Schäden am Werkstück quasi ausgeschlossen – ideale Voraussetzungen also für die Handhabung sensibler Teile, wie beispielsweise Sandkerne. Wird der Luftdruck reduziert, zieht sich die Membran selbständig in die Ausgangsposition zurück und die Greiferbacke gibt das Teil wieder frei. (qui)

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