Laser-Sensor Laser-Sensor für spiegelnde und glänzende Oberflächen

Redakteur: Jan Vollmuth

Der neue Laser-Sensor Opto NCDT 2300-2DR von Micro-Epsilon arbeitet mit blauem Laserlicht und wurde laut Hersteller speziell für die Weg- und Abstandsmessung sowie zur Dickenmessung bei Messobjekten mit direkter Reflexion entwickelt.

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(Bild: Micro-Epsilon)

Der Laser-Sensor ist speziell auf spiegelnde und glänzende Oberflächen abgestimmt. Er wird beispielsweise für Dickenmessungen von Flachglas, Abstandsmessungen auf vergütetem Glas oder der Montageüberwachung von Kleinstteilen eingesetzt. Die Messrate lässt sich auf bis zu 49 kHz einstellen, wodurch der Sensor für dynamische Prozessüberwachungen eingesetzt werden kann. Er arbeitet mit der innovativen Advanced Real-Time-Surface-Compensation (A-RTSC), die eine genaue Echtzeit-Oberflächenkompensation unterschiedlicher Oberflächen zulassen soll.

Mit verschiedenen Schnittstellen verfügbar

Die Datenausgabe erfolgt über Ethernet oder RS422, die Ethercat-Version ist demnächst ebenfalls verfügbar. Wird der Sensor mit dem Universalcontroller CSP2008 betrieben, der eine synchrone Messwertaufnahme und Verrechnung der Messwerte zu Materialdicke und -breite ermöglicht, steht laut Micro-Epsilon auch ein Analogausgang zur Verfügung.

Der Sensor ist nach Angaben des Herstellers so konstruiert, dass er parallel zum Messobjekt positioniert werden kann. Das blaue Laserlicht wird dadurch direkt vom Messobjekt auf die Empfangsoptik reflektiert. Weil das blaue Laserlicht im Gegensatz zum roten nicht in das Messobjekt eindringt, bildet es einen scharfen Punkt ab und ermöglicht ein stabiles Signal auf dem Empfangselement. Dadurch ist der Sensor in der Lage, Auflösungen bis in den Nanometerbereich zu realisieren. Der extrem kleine Lichtfleck lässt außerdem Messungen auf winzigen Objekten zu. Eine weitere Besonderheit des neuen Opto NCDT 2300-2DR ist laut Micro-Epsilon seine Baugröße: Demnach soll er weltweit der einzige Laser-Sensor in dieser Sensorklasse sein, dessen gesamte Elektronik im kompakten Gehäuse integriert ist.

Prinzip der optischen Triangulation

Der Opto NCDT 2300-2DR basiert auf dem Prinzip der optischen Triangulation. Ein sichtbarer, modulierter Lichtpunkt wird auf die Oberfläche des Messobjektes projiziert. Der direkte Anteil der Reflexion dieses Lichtpunktes wird von einer Empfängeroptik abstandsabhängig auf einem ortsauflösenden CCD-Element abgebildet. Ein digitaler Signalprozessor im Sensor berechnet aus dem Ausgangssignal des CCD-Elements den Abstand des Lichtpunktes auf dem Messobjekt zum Sensor. Der Abstandswert wird linearisiert und über eine digitale Schnittstelle ausgegeben. (jv)

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