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LAP Lasersensor

LAP Sensoren minimieren Ausschuss beim Schmieden von Eisenbahnrädern

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Präzise in rauer Umgebung

Die Baureihe LAP Antaris arbeitet nach dem Triangulationsverfahren: Ein Laserpunkt bewegt sich entlang einer Linie über die Oberfläche der geschmiedeten Räder und folgt der Kontur des Rades während der Drehung auf dem Drehteller. Hochauflösende Zeilenkameras erfassen über eine Optik die Lage des Laserpunktes, die sich je nach Form des Messobjektes verändert.

Die Antaris Lasersensoren befinden sich in einem Messrahmen und messen die Radkontur von oben, unten und von der Seite. Anhand der Identifikationsnummer des Rades erhält das LAP Messsystem die Sollvorgaben für die Hauptabmessungen und die Sollkontur über eine Netzwerkanbindung aus der Datenbank des Bochumer Vereins.

Schutzgehäuse schirmen die Sensoren vor den rauen Umgebungsbedingungen ab. Sie werden mit gefilterter Umgebungsluft gekühlt und sind so unabhängig von der Medienversorgung des Werkes. Das System benötigt weder Kühlwasser noch Pressluft, was ein großer Vorteil ist, denn eine Wasserkühlung ist wartungsintensiv und im Zusammenhang mit Elektronik immer eine potenzielle Gefahrenquelle.

Die gefilterte Umgebungsluft erzeugt einen leichten Überdruck in dem Schutzgehäuse und entweicht an Austrittsfenstern vor den Sensoren. Damit verhindert der stetige Luftstrom, dass Wasserdampf und Staub in das Gehäuse eindringen.

„Die Antaris Scan Sensoren können auf nahezu allen Oberflächen eingesetzt werden und eignen sich durch den hohen Messabstand sehr gut für die Messung auf heißen oder glühenden Materialien,“ erklärt Dr. Axel Schulz, Vertriebsleiter Metallindustrien bei LAP, den Anwendungsbereich der Sensoren. Neben der Vermessung von Profilen können die Lasersensoren auch zur Erfassung von Abständen und Durchmessern, Geradheit oder Ebenheit, Lage und Position eingesetzt werden.“

Auswerte- und Visualisierungsrechner liefern Soll- und Ist-Profil in Echtzeit

Das neue Messsystem im Bochumer Werk besteht aus einem Auswerterechner, dem Front-End-PC, zur Messdatenerfassung und Vorverarbeitung sowie einem Visualisierungsrechner zum Darstellen, Protokollieren und Archivieren der Daten. Im Front-End-PC laufen die Messwerte der Sensoren zusammen; sämtliche Signale der Messanlage werden hier überwacht und gesteuert.

Der Visualisierungsrechner übernimmt die Daten, speichert sie in der Datenbank und vergleicht sie. Die Vorgaben für die Kontur der Schmiederäder erhält das System aus der bestehenden Datenbank des Bochumer Vereins, stellt sie den Ist-Profildaten gegenüber und gibt sie grafisch aus. Neue Sollkonturen werden an einem weiteren PC eingegeben, der sich in der Werkzeug-Konstruktionsabteilung befindet.

Das System synchronisiert die Sensoren selbsttätig und stimmt sie aufeinander ab, damit die Einzelmessungen das vollständige Radprofil in Echtzeit liefern. Die Software kompensiert eine eventuelle Exzentrizität für den Fall, dass das Rad nicht mittig auf dem Drehteller liegt. Die Kontrolle des Messsystems erfolgt routinemäßig einmal pro Tag durch eine Kalibrierung auf einem Kalibrierrad. (Thema nach dem Umblättern: Nachhaltig optimierter Produktionsprozess)

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