Hydraulikfilter Langlebiges Filterelement mit neu konzipiertem Aufbau
Die Forderungen der Maschinenbetreiber aus Mobil- und Industriehydraulik nach immer höheren Maschinenverfügbarkeiten, längeren Wartungsintervallen, günstigeren Ersatzteilen und niedrigeren Betriebskosten war für Argo-Hytos die Motivation für die Entwicklung der neuen Filterelement- Generation Exapor Max 2.
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Um die Leistungsdichte der Filter zu verbessern, ist neben der Erhöhung der Schmutzkapazität die Reduzierung des Druckverlustes erforderlich. Berechnungen haben gezeigt, dass der spezifische Durchflusswiderstand von den eingesetzten Filtermaterialien abhängt sowie von Struktur und Länge der Faltenzwischenräume, den sogenannten Faltenkanälen. Je länger ein Faltenkanal ist, desto größer ist auch der spezifische Durchflusswiderstand in der Falte. Die Ursache dafür ist, dass das Hydraulikmedium nicht ungehindert durch den Faltenkanal strömen kann. Der Differenzdruck presst beide Flanken der Falte aufeinander. Der Faltenkanal wird lediglich durch das Stützgewebe offen gehalten.
Druckverlust im Filterelement reduziert
Mit Hilfe von Strömungssimulationen ist es gelungen, Erkenntnisse über die Zustände im Faltenkanal zu erlangen. Für den Druckverlust im gefalteten Filtermaterial maßgeblich verantwortliche Einflussfaktoren konnten herausgestellt und optimiert werden. Das Ergebnis ist eine spezielle Webtechnik bei der Herstellung des neuen Hybridgewebes, die dafür sorgt, dass eine optimale Offenhaltung der Faltenkanäle gewährleistet ist. Der Druckverlust in der Falte wird dadurch um bis zu 50 % reduziert. Die Reduzierung des Druckverlustes im Filterelement um bis zu 40 %, bei gleichbleibendem Volumenstrom, bedeutet im Umkehrschluss, dass bei gegebenem Druckverlust ein bis zu 65 % höherer Volumenstrom mit den Exapor Max 2 Filterelementen realisiert werden kann. Zukünftig können bei der Auslegung hydraulischer Anlagen, je nach Einsatzfall, eine kleinere Filterbaugröße verwendet und dadurch Gewicht, Ressourcen und Kosten eingespart werden.
In vorhandenen Anlagen ergibt sich durch die Reduzierung des Druckverlustes, dass das Bypassventil zum Schutz der Filterelemente seltener und kürzer geöffnet ist. Dadurch gelangen weniger Partikel durch den Bypass auf die Reinölseite und die Gefahr von Funktionsstörungen aufgrund ungefilterten Öls wird erheblich reduziert.
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