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Längenmessung Längstes gekapseltes Längenmessgerät im Einsatz

| Redakteur: Ute Drescher

Für die Achse einer Portalfräsmaschine mit einem Arbeitsraum der Breite 8 m und der Länge 62 m bei einer Höhe von ca. 2,5 m hat Heidenhain ein Längenmessgerät konstruiert – das längste jemals von Heindenhain produzierte gekapselte Messgerät.

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In dieser riesigen Portalfräsachse sitzt das längste gekapselte Längenmessgeräte, das Heidenhain je gebaut hat. Bild: Heidenhain
In dieser riesigen Portalfräsachse sitzt das längste gekapselte Längenmessgeräte, das Heidenhain je gebaut hat. Bild: Heidenhain
( Archiv: Vogel Business Media )

Eine 5-achsige Portalfräsmaschine mit einem Arbeitsraum der Breite 8 m und der Länge 62 m bei einer Höhe von ca. 2,5 m stellte für Ingersoll Machine Tools in Rockford, Illinois (USA) eine gewaltige Herausforderung dar. Von Anfang an war jedoch klar, dass Messgeräte von Heindenhain eingesetzt werden sollen, da diese sich durch eine gute Wiederholgenauigkeit auszeichnen.

Für die Positionierung und somit Garant für die Genauigkeit dieser gewaltigen Maschine sind daher sowohl an den Linear-, als auch Rotationsachsen Messgeräte zuständig. Dabei wurde auch für den Messgerätehersteller ein Rekord erreicht: Für die X-Achsen mit einer Länge von 72 m kommt jeweils ein Längenmessgerät vom Typ LB 382C zum Einsatz – das längste jemals von Heindenhain produzierte gekapselte Messgerät.

Längenmessung der Weltklasse

Die abstandscodierten Referenzmarken der inkrementalen Heindenhain-LB Längenmessgeräte vereinfachen das Referenzfahren vor allem auf großen Maschinen und die Bezugsposition wird nach max. 80 mm gefunden. Den Anbau der beiden 72 m langen Längenmessgeräte unterstützten Techniker der Heindenhain-Vertretung in den USA.

Jedes Detail bis zu den Zwischendichtungen und Abtasteinheiten musste hundertprozentig stimmen. Die Gehäuse wurden mit Hilfe einer Messuhr hinsichtlich Planheit und Parallelität auf 0,1 mm genau montiert. Auch der Anbau von Abtastkopf und Befestigungswinkel erforderte höchste Präzision, da ein Abtastspalt von 1,5 mm ± 0,3 mm über die gesamten 72 m eingehalten werden musste.

Eine Vermessung der Maschine durch einen unabhängigen Kalibrierdienst mit Laser Trackern ergab hervorragende Messergebnisse und bestätigte die geforderte Genauigkeit der Portalfräsmaschine.

Außergewöhnliche Genauigkeit auch bei der Spindel

Der Spindelkopf der Cybermill rotiert mit 16.000 U/min und hat eine Leistung von 50 kW. Das bedeutet Bearbeitung mit hoher Präzision bei einer Schnittgeschwindigkeit von ca. 25 m pro Minute – eine sehr hohe Geschwindigkeit für eine Maschine dieser Größe.

Für die Messung der Winkel in der Spindel sind zwei absolute Winkelmessgeräte von Heindenhain verantwortlich: eines an der C-Achse (Verbindungsstelle zwischen Revolverschlitten und Spindelkopf) und das Andere an der B-Achse (Verbindungsstelle am Werkzeug, die Winkelbewegungen ermöglicht).

Große Teile mit hoher Maßhaltigkeit

Im Einsatz ist diese außergewöhnliche Fräsmaschine bei „W Industries“ in Michigan, Detroit (USA), ursprünglich ein Zulieferer für die Automobilindustrie, der dank der neuen Maschine sein Leistungsangebot erheblich erweitern konnte.

Bereits seit Frühjahr diesen Jahres verwendet W Industries die auf den Namen „Cybermill“ getaufte Portalfräsmaschine erfolgreich zur Bearbeitung sehr großer Teile für die Luft- und Raumfahrtindustrie, beispielsweise für die Herstellung von Werkzeugen und Formen für die Verbindung von Flügel und Rumpf. Aber auch Aufträge aus dem Sektor der regenerativen Energien wie beispielsweise Formen für Turbinenblätter von Windkraftanlagen können jetzt bearbeitet werden.

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