Oberflächenbeschichten

Lackiergerecht konstruieren

Seite: 4/5

Anbieter zum Thema

Aufhängung: Kontaktstelle sorgfältig wählen

Jedes Bauteil, das im KTL-Tauchbad beschichtet wird, ist in einem Gestell aufgehängt oder aufgesteckt. Das bedeutet, je nach Größe des Bauteils ergeben sich eine oder mehrere Kontaktstellen, die nicht beschichtet werden. Die Größe der Kontaktstellen hängt dabei in der Regel von Größe und Gewicht des Bauteils ab. Je größer und schwerer ein Bauteil ist, je größer wird unter Umständen auch die Kontaktstelle. Daher ist es wichtig, dass der Konstrukteur mögliche Kontaktstellen bereits bei der Konstruktion berücksichtigt und sie dort vorsieht, wo sie die Qualität der Beschichtung möglichst wenig beeinträchtigen. Oft werden auch zusätzliche Bohrungen am Bauteil vorgesehen, die ausschließlich zur Aufhängung des Bauteils dienen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Notwendige Vorbehandlung und Reinigung der Bauteile

Für eine qualitativ hochwertige Beschichtung ist eine einwandfreie Oberflächenvorbehandlung und Reinigung wichtig. So dürfen z.B. bei der spanenden und spanlosen Bearbeitung nur Hilfsstoffe (z.B. Kühlschmierstoffe, Ziehöle, Schleif-, Polier- und Strahlmittel) verwendet werden, die durch wässrige Reiniger entfernt werden können. Besonders Entformungsschmierstoffe, die im Gussprozess eingesetzt werden und z.T. in die Oberfläche diffundieren können, beeinflussen, wenn sie nicht vollständig entfernt werden, die Beschichtung sehr negativ. Unter Umständen müssen diese vorher durch Schleifen oder Strahlen gründlich entfernt werden. Eine weitere Problematik sind Lunker, die beim Gussprozess entstehen können und in der nachfolgenden spanenden Bearbeitung angeschnitten werden. Hier entstehen dann offene Poren und Kapillare, was zu Oberflächenstörungen in der KTL-Beschichtung führt.

(ID:43632989)