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Extruder-Getriebe Konstruiert für den Dauerbetrieb und hohe Temperaturen

| Redakteur: Lilli Bähr

Viele Kunststoffteile, die in unserem Alltag allgegenwärtig sind, werden durch die Extruder-Technologie hergestellt. Diese hergestellten Kunststoffteile und Zubehöre für Maschinen, Autos sowie für Büros sind heutzutage unverzichtbar geworden. Yılmaz Redüktör präsentiert seine Produktpalette an Extruder-Getrieben auf der diesjährigen SPS IPC Drives.

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Yılmaz Redüktör bietet eine umfangreiche Produktpalette an Extruder-Getrieben für jeden Bedarf.
Yılmaz Redüktör bietet eine umfangreiche Produktpalette an Extruder-Getrieben für jeden Bedarf.
(Bild: Yilmaz Redüktör)

Yılmaz Redüktör stellt seine umfangreiche Produktpalette an Extruder-Getrieben auf der SPS IPC Drives in Nürnberg vor. Diese werden mit einem hohen Drehmoment- und Übersetzungsbereich angefertigt. Weiterhin bieten sie bei dem Getriebe der Baureihe HTE verschiedene Kühlungsmöglichkeiten für die hohen Drehmomente benötigten Extruder sowie bei dem Getriebe der Baureihe DRE und KRE mit einem niedrigeren Drehmoment an.

Bestandteile und Betriebsbedingungen eines Extruders

Ein Extruder besteht grundsätzlich aus einer Schneckenwelle, deren Antrieb durch einen Elektromotor mit einer Getriebeeinheit erfolgt. Sie befindet sich in einem Schneckenzylinder, der bis zum Aufschmelzen des Kunststoffes beheizt wird. Einschließlich dient ein Werkzeug zur Formung der Schmelze. Das Herzstück des Extruders ist der Getriebemotor, der die Schnecke mit einer gewünschten Drehzahl sowie mit einem gewünschten Drehmoment antreibt und die Axialkräfte aufnimmt.

Der Extruder steht grundsätzlich jeden Tag im Jahr 24 Stunden zur Verfügung. Das zu extrudierende Material wird bei erhöhter Temperatur im Schneckenzylinder aufgeschmolzen. Dies führt zu einer Temperaturerhöhung in der Betriebsumgebung. Die entstandene Wärme kann durch Wärmeleitung, Wärmeübergang und Strahlung an das Getriebe übertragen werden und kann somit das Getriebe thermisch überlasten. Zudem entstehen hohe Drehmomente und Axialkräfte beim Ausdrücken der Schmelze aus der Ausgangsöffnung des Extruders auf der Abtriebshohlwelle des Getriebes. Um diese sehr hohen mechanischen und thermischen Belastungen aus dem Extrusionsprozess aufnehmen zu können, ist der Bedarf eines Getriebes notwendig, das diese harten Betriebsbedingungen erfüllen kann.

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Extruder-Getriebe für hohe Drehmomente

Die Getriebe der Baureihe HTE bieten laut Unternehmen eine optimale Leistungsdichte. Erreicht wird dies durch die Konzeption des Getriebegehäuses als Monoblock. Das Abtriebsdrehmoment kann bis zu 90.000 Nm erreichen und auf Wunsch kann das Getriebe mit oder ohne Elektromotor erworben werden.

Die Getriebe der Baureihe HTE sind Stirnradgetriebe und können mit 2, 3 und 4 Stufen hergestellt werden. Während der Designphase werden spezielle Modifikationen an den Zahnrädern durchgeführt. Dabei nehmen laut Unternehmen fast alle Kontaktflächen der Zahnräder die Belastungen unter tatsächlichen Betriebsbedingungen auf und erhöhen somit die Lebensdauer der Zahnräder.

Bei einem Dauerbetrieb und hohen Temperaturen in der Betriebsumgebung sollen sie mit Hilfe einer Kühlschlange oder eines Wärmetauschers problemlos abgekühlt werden können. So soll eine lange Lebensdauer ohne häufigen Schmierstoffwechsel gewährleistet werden können.

Je nach Konstruktion des Extruders kann die Baureihe HTE in vertikaler oder in horizontaler Bauform montiert werden. Das Axiallagergehäuse kann je nach Bauform rechts- oder linksseitig sein. Im Wärmetauscher wird die Wärme des zirkulierenden Öls auf das Wasser übertragen. Dadurch soll das Axiallagergehäuse gekühlt und eine bessere Schmierung des Axiallagers ermöglicht werden.

Bei dem Axiallager eines Extruder-Getriebes können bei gewünschter Lebensdauer drei verschiedene Größen ausgewählt werden. Wunschgemäß kann die Abtriebshohlwelle der Baureihe HTE mit Passfeder oder als Zahnwelle nach DIN5480 produziert werden.

Extruder-Getriebe für niedrigere Drehmomente

Die Baureihe DRE bezeichnen Stirnradgetriebe, in denen die Achsen des Elektromotors und des Axiallagergehäuses parallel zueinanderstehen. Hingegen sind die Baureihe KRE Kegelradgetriebe, bei denen die Achsen des Elektromotors und des Axiallagergehäuses senkrecht zueinanderstehen.

Die Getriebe der Baureihe DRE und KRE werden bis zu 18.000 Nm für kleine Extruder produziert. Ein Axiallager der Serie 29400 befindet sich im Axiallagergehäuse. Wenn die Drehzahl der Schneckenwelle und die aus der Schneckenwelle aufgenommene Axialkraft bekannt sind, kann die Lebensdauer des Axiallagers im Produktkatalog des Herstellers abgelesen werden.

Je nach Konstruktion des Extruders können die Baureihe DRE und KRE in unterschiedlichen Bauformen montiert werden. Das Axiallagergehäuse eines Extruder-Getriebes kann ebenfalls bauformgerecht ebenfalls rechts- oder linksseitig sein.

Auf Wunsch kann die Abtriebshohlwelle der Baureihe DRE und KRE ebenfalls mit Passfeder oder als Zahnwelle nach DIN5480 hergestellt werden. (lb)

SPS IPC Drives 2017: Halle 3, Stand 410

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