Umfrage KMU gehen von einem harten Winter aus

Quelle: Visable

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Die verschiedenen Krisenfelder machen die Unternehmen zunehmend nervös. Mit den bisherigen Maßnahmen der Politik sind die meisten nicht einverstanden.

Die Corona-Krise hat KMU belastet. Aussicht auf Besserung scheint es vorerst nicht zu geben.
Die Corona-Krise hat KMU belastet. Aussicht auf Besserung scheint es vorerst nicht zu geben.
(Bild: Nuthawut - stock.adobe.com)

KMU haben mit Blick auf den kommenden Winter große Sorgen. Laut einer Mitteilung des B2B-Plattformbetreibers Visable sorgen bei den Unternehmen besonders steigende Energiekosten, Inflation und Personalausfall für Kopfzerbrechen. Eine Umfrage des Instituts Yougov zeigt gemischte Stimmung für die kommenden Monate.

So schätzen 33 Prozent der befragten KMU das Risiko einer Einschränkung der Betriebstätigkeit im kommenden Winter als „hoch“ oder „eher hoch“ ein. Insolvenzen scheinen aber noch keine allzu große Rolle zu spielen. 4 Prozent halten das Risiko einer Insolvenz für „hoch“, 10 Prozent für „eher hoch“. 46 Prozent sorgen sich vor allem um die Energiekosten, 36 Prozent um die Inflation und 30 Prozent um krankheitsbedingte Personalausfälle.

43 Prozent wollen Energie sparen

Auch der Einbruch der Nachfrage (27 Prozent), steigende Preise von Rohstoffen und Vorprodukten (26 Prozent) und Lieferkettenprobleme (24 Prozent) werden häufig als besorgniserregende Problemfelder genannt, heißt es weiter.

Die meisten KMU sind dabei nicht untätig geblieben und wollen Maßnahmen treffen. 43 Prozent haben laut der Umfrage Energiesparmaßnahmen geplant. 12 Prozent wollen die Energieversorgung außerdem auf erneuerbare Energien umstellen. 19 Prozent planen die Reduktion von Dienstreisen, 16 Prozent wollen die Digitalisierung vorantreiben. 17 Prozent der Unternehmen wollen geplante Investitionen vorerst aussetzen.

Auch bei den Forderungen an die Politik geht es vorrangig um Energie. 41 Prozent der befragten KMU wollen einen Strompreisdeckel, 32 Prozent fordern einen Gaspreisdeckel. Auch klassische Forderungen sind dabei: 26 Prozent wünschen sich Steuersenkungen und 25 Prozent Bürokratieabbau.

Wenig Rückhalt für politische Entscheidungen

Mit den bisherigen politischen Entscheidungen sind die Befragten nicht zufrieden. Etwa bei dem Atomstreit: 28 Prozent der Befragten stimmen mit der Position von Kanzler Scholz überein und möchten die Laufzeit der noch nicht abgeschalteten Atomkraftwerke um einige Monate verlängern. Insgesamt wünschen sich jedoch 58 Prozent eine darüber hinaus gehende Laufzeit. Das Hilfspaket der Bundesregierung, das unter dem Schlagwort „Doppel-Wumms“ bekannt wurde, halten nur 8 Prozent für „gut und ausgewogen“. 29 Prozent halten die Hilfen für nicht zielgenau genug, 22 Prozent für nicht ausreichend, und 15 Prozent kritisieren, dass es zu wenig Anreize zum Sparen setze. Für 30 Prozent ist das Wichtigste eine schnelle Umsetzung.

Die wirtschaftlichen Aussichten für 2022 sind gemischt. Jeweils 19 Prozent rechnen mit Einbußen in Höhe von 1 bis 10 Prozent und von 11 bis 20 Prozent. 71 Prozent glauben, dass sie ihr Ergebnis von 2021 bestenfalls halten, aber nicht steigern können. Für 2023 rechnen 16 Prozent der Befragten mit etwas steigenden Gewinnen. Nur 3 Prozent gehen von starken Gewinnen aus. 68 Prozent glauben, dass sie 2023 ihr Vorjahresergebnis bestenfalls halten, aber nicht steigern können.

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