Miniaturlager Kleinste Wälzlager für Flugmodelle

Redakteur: Stefanie Michel

In Flugmodellen müssen kleinste Bauelemente Großes leisten, so auch Miniatur-Lagertechnik in High-End-Motoren. Für solche Kleinstanwendungen mit besonderen Ansprüchen an Konstruktion, Leichtbau und Leistungsstärke bietet Findling Wälzlager ein umfangreiches Portfolio.

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Ob für Freizeitsport, zu wissenschaftlichen oder militärischen Zwecken – das Anwendungsspektrum für Flugmodelle ist vielseitig. Doch alle Einsatzbereiche haben eines gemein: den hohen Anspruch an leistungsstarke Technik. Die Leistungssteigerung in der Antriebstechnik hat vor allem Modellhubschrauber beflügelt. Hier hat sich das Rottenburger Unternehmen Kontronik mit Premium-Motoren etabliert, denn hochwertige bürstenlose Kleinmotoren und Regler sind unverzichtbar.

Miniatur-Rillenkugellager bewähren sich im Modell-Helikopter

Für eine starke Performance von Helikoptern auch bei anspruchsvolleren Betriebsbedingungen wurde die Pyro-Reihe speziell konzipiert. Für die Lagerung der gehärteten und geschliffenen Motorwelle mit Durchmessern von sechs Millimetern im Pyro 30-12 beziehungsweise fünf Millimetern im Minipyro 20-08 ist filigrane, aber leistungsstarke Lagertechnik gefragt. In unzähligen „Flugstunden“ haben sich beidseitig gedichtete Miniatur-Rillenkugellager der ABEG-Leistungsklasse Premium mit Sonderbefettung von Findling Wälzlager bewährt.

Die Wälzlager haben einen Außendurchmesser von 12 bzw. 13 Millimetern und einen Lagerquerschnitt von vier Millimetern und sind nicht nur aufgrund dieser Maße für den Modellbau prädestiniert: Sie sollen zudem durch besondere Leichtgängigkeit und hohe Drehzahlen überzeugen. Mit einem speziellen Leichtlauf-Fett geschmiert bieten sie einen spürbar ruhigeren und leichteren Lauf als konventionell gefettete Kugellager. Sorgfältig gewählte Fettmengen verhindern zusätzlich die Erwärmung und ermöglichen Temperaturstabilität in Extremsituationen.

Der Schmierstoff muss für einen breiten Temperaturbereich geeignet sein, denn beim Start herrschen am Lager lediglich Raumtemperaturen von etwa 20 °C, die während des Betriebes schnell auf über 100 °C ansteigen. Auch der Fettaustritt stellt eine große Gefahr dar, da dies den Motor zerstören würde. Die Lagertypen aus Chromstahl zeichnen sich laut Herstellerangaben zudem durch Langlebigkeit und einen kaum spürbaren Rollwiderstand aus; das Anlaufmoment ist kaum größer als das Betriebsmoment. Die bürstenlosen Motoren sind wartungsfrei konzipiert; dem muss auch die Lagertechnik Rechnung tragen. Die ZZ-Ausführung mit Blechdeckscheiben und Spaltdichtungen bietet Schutz vor Staub und Verschmutzung.

Kleine Nadelkränze für hohe Drehzahlen

Ebenfalls echte Winzlinge sind die einreihigen Nadelkränze von Findling, die Kontronik im Planetengetriebe der KIRA-Reihe verbaut; hier laufen drei kleine Zahnräder auf Stahlbolzen in der innenverzahnten Glocke. Die Nadelkränze haben einen Innendurchmesser von drei und einen Außendurchmesser von fünf Millimetern. Die Nadelrollen laufen in einem Kunststoffkäfig und können bei Betriebstemperaturen von -20 °C bis +120 °C eingesetzt werden. Die ABEG-Produkte sind sehr tragfähig – die dynamische Tragzahl radial liegt bei 1 540 N – und für hohe Drehzahlen geeignet.

Aus den unterschiedlichen Motoren von Kontronik ist leistungsstarke Miniaturlagertechnik nicht wegzudenken. „Wir benötigen auch sehr unterschiedliche Lagertypen“, weiß Dirk Krickmeyer, Prokurist bei Kontronik. „Findling Wälzlager bietet mit der ABEG-Methode die Möglichkeit, die vielen und differenzierten Lagerausführungen herstellerunabhängig zu vergleichen. So lässt sich bei der gleichen technischen Eignung verschiedener Produkte auch eine wirtschaftliche Auswahl treffen. Gerade bei dem Kostendruck unserer Kunden dürfen wir den Wirtschaftlichkeitsfaktor nicht vernachlässigen.“

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