Antriebstechnik Kleinste Kugelgewindetriebe für Miniaturanwendungen

Redakteur: Stefanie Michel

In fast jedem Bereich der Technik läuft die Tendenz in Richtung Miniaturisierung. Das gilt besonders für die Elektronik, wo in beinahe jedem Jahr ein neuer Kleinheitsrekord aufgestellt wird. Das gilt in zunehmendem Maße aber auch für die Mechanik. Auch Eichenberger Gewinde dreht an dieser „Miniaturisierungs-Schraube“.

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Es ist noch gar nicht so lange her, da war die Blutzuckerbestimmung eines Diabetikers beim Arzt an eine schwere, fest montierte Installation gebunden. Heute ist es ein tragbares Gerät in der Größe einer Zündholzschachtel. Im Auto nehmen wir die Annehmlichkeiten der Kleinheit gerne zur Kenntnis: Der elektrische Scheibenheber ist keine platzfressende Antriebsmechanik mehr, sondern ein „Motörchen“ mit kleiner Gewindespindel.

Gerollte Gewindetriebe in „Zwergendimension“

Auch bei Maschinenelementen – sei es die Gewindespindel oder der komplette Kugelgewindetrieb KGT – werden immer kleinere Abmessungen angestrebt. Bisher allerdings blieben die „Zwergdimensionen“ (Durchmesser 6 mm und weniger) dem Herstellungsverfahren „Schleifen“ vorbehalten.

Damit bewegten sich die handelsüblichen, gerollten Größen – bei den meisten Anbietern – bis etwa zum Durchmesser 6 mm. War ein kleinerer Durchmesser aus konstruktiven Gründen dennoch nötig, griff man zum geschliffenen Kugelgewindetrieb, dies allerdings zu einem hohen Preis.

Das ist heute anders. Wegen des eigenen Miniaturisierungsdruckes verlangen Medizintechnik und Optik immer dringlicher nach kleineren Spindeln. Dies bewog deren Hersteller, die Fertigungsprobleme beim Rollen kleinster Durchmesser anzugehen und zu lösen.

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Der Gewindehersteller Eichenberger kann nun mit dem Kugelgewindetrieb 4 x 1 eine Alternative bieten: diese gerollte Spindel mit einem Durchmesser von nur 4 mm ist erschwinglich für „normale“ Anwendungen und ersetzt die ge-schliffenen Versionen. Damit kann das Unternehmen seine Palette an kleinen Gewindespindeln komplettieren (Bild 1).

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