Handhabung Keine Spannlösung von der Stange

Redakteur: Jan Vollmuth

Ein Bearbeitungszentrum von Chiron mit maßgeschneiderten Spannlösungen von Röhm gibt einem Schweizer Dreh- und Fräsexperten mehr Flexibilität und Produktivität bei Spezialaufträgen.

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Das neue Fertigungszentrum Chiron FZ 15 Magnum bei Werder mit FlexCell Uno Roboter von Fanuc ermöglicht auch dank Röhm Spanntechnik mannlose Geisterschichten.
Das neue Fertigungszentrum Chiron FZ 15 Magnum bei Werder mit FlexCell Uno Roboter von Fanuc ermöglicht auch dank Röhm Spanntechnik mannlose Geisterschichten.
(Bild: Röhm)

Das Schweizer Familienunternehmen Werder aus Veltheim ist weltweit ein geschätzter Partner, wenn es um Präzision beim Drehen und Fräsen geht. Seit kurzem kommt bei Werder ein Fertigungszentrum Chiron FZ 15 Magnum mit angebauter FlexCell Uno von Fanuc in Kombination mit maßgeschneiderten Spannlösungen von Röhm zum Einsatz. Damit erreichen die Dreh- und Fräsexperten aus dem Aargau die gewünschte Flexibilität und Produktivität bei Teilen für Turbolader, Schließanlagen oder LED-Leuchten.

Das FZ 15 fertigt beispielsweise im Dreischichtbetrieb Lager aus Sondermessing für Turbolader großer Dieselmotoren. Diese sollen in modernen Schiffen für sparsamen und umweltschonenden Antrieb sorgen. In einer anderen Anwendung werden Schließzylinder für komplexe 5-Seiten-Fräs- und Bohroperationen gespannt.

Die Herausforderung dabei erklärt Produktionsleiter André Stäger: „Wir haben unseren Kunden sehr kurze Lieferfristen für alle Bestellungen in Losgrößen von zwei bis 1.500 Teilen zugesagt. Da ist Flexibilität gefragt.“ Und schließlich fertigen die Dreh- und Fräsexperten intelligent konstruierte Aufnahmen aus Aluminium für das LED-Leuchtensystem eines Schweizer Unternehmens.

Die Maschinenbauer von Chiron empfahlen für ihre kundenspezifisch ausgelieferte Maschine Röhm für das Werkstückspannen, weil man in Tuttlingen gute Erfahrungen mit den Spanntechnikexperten aus Sontheim gemacht hatte, die zudem in der Schweiz unweit von Veltheim eine eigene Niederlassung betreiben.

Der stellvertretende Geschäftsführer der Röhm-Niederlassung Damiano Casafina reiste eigens aus Herzogenbuchsee an, um sich die speziellen Bedürfnisse von Werder vor Ort anzuhören. „Schnell wurde klar, dass nur eine maßgeschneiderte Lösung die geforderte Flexibilität bringen würde“, betont Casafina. Mit den Vorgaben und in enger Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren bei Röhm in Deutschland wurde die passende Lösung entwickelt: die Kombination eines Standardspannmittels mit einigen besonderen Spezifikationen.

„Die Freude über die neue Maschine wuchs noch mehr, als wir sahen, wie gut die Spannfutter unsere Anforderungen erfüllten“, erinnert sich Claude Werder. „Dank der ausführlichen Fragen, die uns die Röhm-Spezialisten stellten, haben wir jetzt die maßgeschneiderte Lösung und die Flexibilität, die wir uns wünschten“, so der Geschäftsführer von Werder.

Bereits vorhandene Spannbacken können weiterhin eingesetzt werden

In der Praxis kommen verschiedenen Spannlösungen zum Einsatz. Die Werkstücke für die Fertigung von Schließzylindern werden von pneumatisch betätigten Zentrischspannern KZS-P 160 gespannt, die eine Fünfseitenbearbeitung ermöglichen. Die Grundbacken mit Spitzverzahnung und Kreuzversatzschnittstelle fahren einen Hub von 3,2 mm und erlauben das Aufsetzen der bei Werder vorhandenen Spannbacken. „Das war ein weiterer Wunsch von uns“, erwähnt Produktionsleiter Stäger. Zusätzlich ist ein Anschluss für geölte Sperrluft mit Verrohrung im Körper des Spannelements angebracht worden. Über eine Anschlussplatte wird das Spannfutter auf dem maschinenseitigen Rundtisch befestigt und fixiert sowie mit der Pneumatikzuführung verbunden.

Für die Fertigung der Axial-Gleitlager aus Sondermessing und der Leuchtenaufnahmen aus Aluminium setzt Werder ein pneumatisch betätigtes Präzisions-Kraftspannfutter von Röhm vom Typ PKF 150 ein, das ebenfalls für die Anforderungen modifiziert worden ist. Das Futter spannt nicht nur mit hoher Präzision, die Spannkraft lässt sich auch fein dosieren, sodass dünne oder leicht verformbare Werkstücke verformungsfrei und sicher für die Bearbeitung fixiert werden können.

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