Wälzlager Karbon-Messmitteln ermöglichen die effiziente Prüfung von großen Wälzlagern schon am Wareneingang
Fehlerhafte Lager-Abmessungen können die Montage großer Wälzlager verhindern oder die Standzeiten verkürzen. Mit den geeigneten Messmitteln lassen sich die Lager schon am Wareneingang prüfen.
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Der Zukauf gewisser Komponenten wie Kugel- und Rollenlagern von spezialisierten Zulieferern ist bei der heutigen Komplexität im Anlagenbau oft unumgänglich. Allerdings macht sich der Hersteller damit abhängig von der Produktionsqualität seiner Lieferanten; Probleme mit Schäden oder geringer Haltbarkeit fallen in erster Linie auf ihn zurück. Gleichzeitig erfordern Maschinen und Motoren eine immer höhere Präzision. Deren Überprüfung ist aber vor allem bei größeren Wälzlagern problematisch, da elektronische Messsysteme kompliziert und teuer sind. Als Alternative nutzen erste Unternehmen daher im Wareneingang stattdessen Handmessmittel aus Karbon. Das leichte Material erlaubt ein einfaches Hantieren mit den Messstäben, gleichzeitig sorgen die Robustheit und der niedrige Dehnungskoeffizient des Karbons für hohe Präzision und Wiederholgenauigkeit.
Ein Extrembeispiel für Präzisionsanforderungen im Anlagenbau sind Windräder: Deren Blattspitzen können über 300 km/h schnell werden, in den Generatoren werden dabei teils mehr als 1100 U/min erreicht. Hinzu kommen der unregelmäßige Lauf in Abhängigkeit von der Windstärke und die teils seitlich einwirkenden Kräfte. Wälzlager in den Rotorblättern und im Antriebsstrang von Windenergieanlagen (WEA) werden daher deutlich stärker beansprucht als ihre Pendants in gleichmäßig laufenden Maschinen. Für die 0,6 m bis 2,5 m durchmessenden Lager sind deshalb – abhängig von ihrer Größe – nur Toleranzen im Bereich weniger Hundertstel Millimeter zulässig. Würden zu kleine Komponenten verbaut, würde deren erhöhtes Spiel im Sitz zu frühzeitigem Verschleiß führen. Zu große Lager würden sich wegen der stärkeren Reibung ebenfalls schneller abnutzen oder ließen sich gar nicht erst einpassen, was aufwändige Nacharbeiten zur Folge hätte – mit entsprechenden Kosten und Produktionsverzögerungen.
Teure und umständliche Messmittel verleiten zum Verzicht auf Kontrollen
Dennoch verzichten Anlagenbauer bisher oft auf die Wareneingangsprüfung der Lager. 3-D-Messmaschinen, die die Geometrie der Bauteile über Messtaster erfassen, würden eine hohe Investition bedeuten, da sie eine höchst empfindliche Feinmechanik für die Halterung des Messstabs und die Abtastschalter erfordern. Günstigere Lasertracker wären zu ungenau, Laserinterferometer, die mittels komplexer Berechnungen Längen aus der Phasenverschiebung reflektierter Lichtstrahlen ermitteln, sind wiederum teuer und zudem sehr komplex in der Bedienung.
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