Kabelschutz

Kabelschutz mittels Kunststoffwellrohr in einer Dampf-Turbinen-Anlage

Seite: 3/4

Anbieter zum Thema

„Der Aspekt ATEX-Konformität ist enorm wichtig, da dadurch erst die Möglichkeit besteht solche Spezialanwendungen zu bedienen“, betont Heinz Seedorf, Key Account Manager bei PMA.

„Das Wellrohr ist sehr flexibel und kann in extremen Winkeln und Bögen geführt werden,“ so Jan Berger. Hinzu kommt, dass Metallschläuche mit einer Metallsäge oder Flex auf Länge gesägt werden müssen, bei den Kunststoffwellrohren braucht es nur einen Schnitt mit der Handhebelschere, und die Länge passt. Da pro Messstelle etwa drei Teile verbaut und bei einer mittelgroßen Turbine rund 100 Messgeräte verkabelt werden müssen, summiert sich die Zeitersparnis je nach Turbinengröße auf 20 bis 50 Stunden – vergleicht man das Kunststoffsystem mit einem konventionellen Schutz aus armierten Metall.

Ein wichtiges Argument sind für den Monteur auch die Lieferzeiten

Innerhalb von zwei bis drei Tagen liefert PMA konventionellen Kabelschutz, zwei Wochen dauert es, bis die ATEX-zugelassenene Variante in Görlitz ist. Bis vor drei Jahren verfügte Siemens über eine eigene Lagerhaltung und stellte das Material den Installateuren zur Verfügung. Aber mittlerweile liegt die Materialbeschaffung bei Vohmann – pro Turbine sind das immerhin 400 bis 500 Einzelteile.

„Die Aufträge kommen kurzfristig, Lieferzeiten von vier bis sechs Wochen oder länger, können wir uns nicht leisten“, betont Berger. Und last-but-not-least ist auch der Preis ein Argument, der im Schnitt 40 Prozent unter denen konventionell armierter Schutzschläuche liegt und den Vohmann an Siemens weitergeben kann. (Flexibilität bietet Mehrwert – dazu lesen Sie die nächste Seite)

(ID:296247)