Maschinenschutztür Kabelschlepp mal anders

Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Der Energiekettenhersteller Kabelschlepp hat für einen Gewindebohrer-Schleifautomaten ein Sicherheitsrolltor hergestellt. Eine nicht alltägliche Aufgabe für das Unternehmen.

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Die Gliederschürzen gibt es in drei Ausführungen, die sich für unterschiedliche Anwendungen eignen.
Die Gliederschürzen gibt es in drei Ausführungen, die sich für unterschiedliche Anwendungen eignen.
(Bild: Kabelschlepp)

Werkzeugmaschinen müssen aus Sicherheitsgründen komplett eingehaust sein – gleichzeitig aber für den Palettenwechsel und Wartungsarbeiten leicht zugänglich. Bei den Gewindebohrer-Schleifautomaten der SMS Maschinenbau GmbH ist das nicht anders. Hier bewährt sich ein individuell konzipiertes Rolltorsystem von Kabelschlepp.

Präzise schleifen mit kurzen Taktzeiten

Der CNC-Gewindebohrer-Schleifautomat des Typs GBA202 von SMS zählt zu den Eigenentwicklungen des Unternehmens. Dabei handelt es sich um ein vollautomatisches System, das speziell für die Massenproduktion von Standard-Gewindebohrern mit geraden oder spiraligen Nuten sowie Gewindeformern konzipiert ist. „Hohe Drehzahlen und Hinterschlifffrequenzen sind für diese Maschine kein Problem“, sagt Edgar Pfaff, technischer Leiter bei SMS. „Unsere Hochgeschwindigkeitstechnologie garantiert größtmögliche Produktivität mit sehr kurzen Taktzeiten.“ Die Maschine ist mit zwei Palettenstationen – jeweils eine Station für Roh- und Fertigteile – ausgestattet und verfügt über ein integriertes Handlingsystem mit einem 6-Achs-FANUC-Roboter, so dass sich die Werkstücke innerhalb kürzester Zeit wechseln lassen.

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Schnell be- und entladen

Den möglichst schnellen Wechsel der Paletten musste SMS bei der Entwicklung der GBA202 auch an anderer Stelle berücksichtigen: „Die Maschine ist aus Sicherheitsgründen komplett eingehaust“, erklärt Edgar Pfaff. „Für die Be- und Entladung sollte aber ein möglichst großflächiges Tor zur Verfügung stehen, das manuell geöffnet bzw. verschlossen werden kann.“ Hier kam Kabelschlepp ins Spiel: Die Konstrukteure entwickelten ein einfach zu bedienendes Rolltorsystem auf Basis einer Gliederschürze der Ausführung 2N. Diese leichten und stabilen Hohlprofil-Gliederschürzen sind auch bei großen Breiten stark belastbar. Das für SMS konzipierte System umfasst eine spezielle Aufwickelvorrichtung und ist an die Gegebenheiten der Maschine angepasst. So wurde eine Führung des Rolltors konstruiert, die den engen Bauraum berücksichtigt. Wichtig für die Bedienung ist eine reduzierte Öffnungskraft. Das Tor soll sich jedoch nicht nur leicht öffnen und schließen lassen – für SMS war es außerdem wichtig, dass das Rolltor aus Aluminium in jeder Stellung selbsthemmend stehen bleibt, um Verletzungsgefahren auszuschließen. Zudem muss es auch den Zugang zur Ladekabine sicher verschließen, solange der Roboter im Einsatz ist.

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