Energiezuführungen

Jeder Millimeter zählt: Energiezuführungen für ausziehbaren Schwerlasttransporter

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Kabelschonende Innenaufteilung

Wegen des hohen Befüllungsgrades und der sich im Einsatz verlängernden bzw. verkürzenden Hydraulikleitungen kommen in dieser Anwendung vollstegige Energieketten ohne Vorspannung zum Einsatz. Sie sind besonders robust. Mit wenigen standardisierten Teilen konnte darüber hinaus eine bessere Innenaufteilung realisiert werden. Jedes Kettenglied ist mit verschleiß- und abrieboptimierten Kunststoff-Trennstegen unterteilt. Durch die kabelschonenden Stege wird die Lebensdauer der Leitungen um den Faktor 4 erhöht. Der abgerundete Fuß, der einen gleichmäßigen Übergang zum Öffnungssteg herstellt, bietet keinerlei störende Kanten, an denen sich die Leitungen aufreiben können. Der kraftschlüssige Sitz sorgt für sehr gute Haltbarkeit, nicht nur bei Energieketten sondern übrigens genauso bei geschlossenen Energierohren.

Tests im Labor von igus haben gezeigt, dass der Abrieb der Leitungen in Energieketten mit diesen Kunststofftrennstegen am geringsten ist. Schließlich sorgen Einsteckböden für eine sichere getrennte Verlegung der Hydraulik- und Elektroleitungen. Der Boden rastet an beiden Enden durch spezielle Rastnasen sicher im Trennsteg ein.

Teleskop schiebt sich unter Energiekette

Normalerweise läuft in Energiezuführungen das Obertrum auf dem Untertrum. Das ist in dieser Anwendung genau umgekehrt. Der Anschlusspunkt oben ist der Festpunkt und damit starr. Der Anschlusspunkt unten ist der Mitnehmerpunkt und pendelt. Wenn die Teleskope zusammenfahren, muss die Energiezuführung eine Höhendifferenz schnell und sicher überwinden. Aus diesem Grund bringt es konstruktive Vorteile, das pendelnde Anschlusselement nach unten zu verlegen. Das Teleskop schiebt sich dabei unter die Energiekette.

Zwar gibt es im vorliegenden Fall eine kleine Auflauframpe, damit dieser Vorgang so schonend wie möglich vonstatten geht, aber trotzdem muss eine Störkante überwunden werden. Hinzu kommen die Reibwerte, die auf die Energieketten wirken. Die Röhren bestehen aus unbehandeltem Stahl, die Oberfläche ist rau. Staubpartikel setzen sich ab. Speziell auf den ersten beiden Metern entstehen beim Teleskopieren vor allem am Festpunkt enorm hohe Zug- und Schubkräfte, die durch den Hintergriff der „E4.1“-Kette aufgefangen werden. (mehr Infos nach dem Umblättern)

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