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Gasfedern Jede Bewegung unter Kontrolle

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Damit Gasfedern gewünschte Bewegungsabläufe exakt durchführen, sollten sie an die jeweilige Anwendung und den spezifischen Einsatzort angepasst werden.

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Gasfedern können mechanische Federn effektiv ersetzen, da sie mit extrem hohen Fülldrücken vorgeladen sind und nicht komprimiert werden müssen, bevor sie ihre hohen Kräfte zur Verfügung stellen. Der wichtigste Vorteil im Vergleich zu mechanischen Federn: Die Ausschubgeschwindigkeit kann gesteuert werden.
Gasfedern können mechanische Federn effektiv ersetzen, da sie mit extrem hohen Fülldrücken vorgeladen sind und nicht komprimiert werden müssen, bevor sie ihre hohen Kräfte zur Verfügung stellen. Der wichtigste Vorteil im Vergleich zu mechanischen Federn: Die Ausschubgeschwindigkeit kann gesteuert werden.
(Bild: Suspa)

Man begegnet ihnen im Alltagsleben wie auch im industriellen Umfeld: Gasfedern bieten Sicherheit beim Bedienen von Heckklappen im Automobil oder helfen Möbelklappen in Küchenhochschränken geräuscharm und leicht zu bewegen. Ausgerüstet für extreme Belastungen wie Staub, Schmutz und Vibrationen sind Gasfedern auch im Industriebereich im Einsatz, um Schutzabdeckungen, Wartungsklappen und andere Maschinenbauteile zu öffnen und zu schließen. Durch den kontrollierten Bewegungsablauf werden für den Anwender dabei Komfort und Sicherheit gewährleistet. Doch jede Einbausituation erfordert eine individuelle Auslegung der Gasfedern. Beim Gasfeder-Hersteller Suspa steht die Funktion der gesamten Anwendung im Vordergrund. Die Gasfedern werden hinsichtlich Kinematik und Federcharakteristik auf das Anforderungsprofil abgestimmt – auch wenn es spezielle Anforderungen an die Gasfeder gibt, z. B. raue Umgebungsbelastungen wie Staub, Schmutz und Feuchtigkeit. Für diese Einbausituationen gibt es praxiserprobte Sonderfunktionen und Sonderausstattungen.

Exakte Steuerung

Gasfedern können mechanische Federn effektiv ersetzen, da sie mit extrem hohen Fülldrücken vorgeladen sind und nicht komprimiert werden müssen, bevor sie ihre hohen Kräfte zur Verfügung stellen. Der wichtigste Vorteil im Vergleich zu mechanischen Federn: Die Ausschubgeschwindigkeit kann gesteuert werden. Das im Druckrohr komprimierte Gasvolumen ist nach allen Seiten abgeschlossen, der Druck greift auf der kompletten Kolbenfläche an. Da die Angriffsfläche des Kolbens auf einer Seite kleiner ist, schiebt die Gasfeder aus. „Wenn man jetzt keine Dämpfung hätte, würde die Kolbenstange wie eine normale Spiralfeder ausschnellen.

Bildergalerie

Der typische Aufbau einer Gasfeder.
Der typische Aufbau einer Gasfeder.
(Bild: Suspa)

Dieser Effekt ist nicht erwünscht. Deshalb ist der Kolben, der im Druckrohr zwei Kammern bildet, mit einem Bypass versehen“, erklärt Andreas Strobel. Hierüber gelangt das Gas von der einen in die andere Kammer. Je nach Größe und Anzahl der Prägungen bzw. Bohrungen wird die Geschwindigkeit festgelegt, mit der die Gasfeder definiert ausschiebt – die Gasfeder lässt sich in der Geschwindigkeit steuern. Eine Sondervariante für die wegeabhängige Geschwindigkeitsregelung ist die Nutengasfeder. Bei dieser ist der Kolben komplett geschlossen. Dagegen befindet sich im Druckrohr eine definierte Vertiefung (Nut), in der sich das Gas am Kolben vorbei zwischen den Kammern austauschen kann. Die Nut kann unterschiedlich tief ausgeprägt sein, um die Gasdurchflussmenge zu beeinflussen. Soll die Klappe eines Küchenschrankes beispielsweise zu Beginn schnell geöffnet werden und bei den letzten 20 Grad des Öffnungswinkels nur langsam hochfahren, ist die Nut an der Stelle, an der die Gasfeder schnell ausschieben soll, tiefer als gegen Hubende, wo ein langsameres Ausschieben gewünscht ist. So erreicht die Gasfeder einen sogenannten Soft-Stopp; die unterschiedliche Dämpfung über den gesamten Hub bewirkt einen sanften Bewegungsablauf der Klappe.

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